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09.07.2018 - 11:25 Uhr

Digitalisierung und Datensicherheit in der Stromversorgung

Energiegipfel Mainfranken-Tauberfranken 2018

Bad Mergentheim – Bereits zum zweiten Mal fand am 4. Juli 2018 der Energiegipfel in Kooperation mit den IHKs Würzburg-Schweinfurt und Heilbronn-Franken statt, diesmal unter dem Motto „Mit Sicherheit Digital – Die Stromversorgung der Zukunft“.

Die Präsidenten der IHK Würzburg-Schweinfurt, Otto Kirchner, und IHK Heilbronn-Franken, Professor Harald Unkelbach, begrüßten die rund 60 Teilnehmer der Veranstaltung.  

Veränderung des Strommarktes  

Die Digitalisierung nimmt nahezu alle Bereiche ein, so auch die Energiewelt und die Energiewende. Notwendig seien im Strommarkt der Zukunft intelligente Messsysteme, um vor allem Angebot und Nachfrage optimal steuern zu können, erklärte Dr. Sebastain Boly (DIHK). Darauf aufbauend seien eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle und die Stabilisierung der Stromnetze möglich.  

Sicherheit der IT-Infrastruktur  

Wo Daten aufgezeichnet und an Dienstleister und Energieversorger weitergegeben werden, taucht die Frage nach der Sicherheit der IT-Infrastruktur auf -  insbesondere in Zeiten von Cyberkriminalität.  Kay Tidten vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rät Unternehmen deshalb zu sicherer Technik und zu Vernetzung mit Unternehmen, Verbänden und staatlichen Einrichtungen.  

Blockchain und Netzstabilität  

Ein weiteres Thema der Veranstaltung war die Blockchain-Technologie. Vertreter der FHWS Würzburg-Schweinfurt erklärten den grundlegenden Aufbau einer Blockchain und erläuterten die Vorteile, die sich für den Energiehandel daraus ergeben. Kernpunkt sind sogenannte „smart contracts“, die auf der Blockchain basieren und den Energiehandel flexibel, einfach und sicher machen sollen.  

Wie insbesondere große Verbraucher zur Netzstabilität beitragen können, indem vor allem deren Lasten durch Unternehmen flexibel vermarktet werden, untersucht die dena (Deutsche Engergie-Agentur) im Programm Demand-side-management (DSM). Das Potenzial in Unternehmen zu heben ist anspruchsvoll, so das Ergebnis des vier Jahre dauernden Pilotprojekts in Bayern und Baden-Württemberg.  

Zu guter Letzt stellte Christoph Stegner vom Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE) das Projekt „Smart Grid Solar“ vor. Hier wurden im sogenannten Reallabor unzählige Daten zu Stromerzeugung via PV, Speicherung, Stromverbrauch in Haushalten in Verbindung mit Netzstabilität gesammelt und ausgewertet. Eine Erkenntnis konnte er den Speicherherstellern mitgeben: „Der Anteil des Eigenverbrauchs durch Speicher wird überschätzt. Die gute Nachricht aber: der Nutzen von Speichern insgesamt wird oft unterschätzt“.    

Information:
Jacqueline Escher
Tel. 0931 4194-364
E-Mail: jacqueline.escher@ wuerzburg.ihk.de