Presse

09.11.2018 - 08:46 Uhr

IHK-Realsteuererhebung 2018

Einnahmen aus Gewerbesteuer steigen weiter

Würzburg – Die IHK hat die jüngste Untersuchung der Realsteuerentwicklung in den 243 mainfränkischen Gemeinden vorgestellt.

Die Realsteuereinnahmen (Gewerbesteuer und Grundsteuer A und B) in Mainfranken liegen demnach im Jahr 2017 bei 609,795 Millionen Euro. Dies entspricht nach einem bereits deutlichen Anstieg in den Vorjahren einem erneuten Plus von 9,02 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016. Während die Gewerbesteuereinnahmen um 10,68 Prozent und die aus Grundsteuer B um 3,94 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, bewegen sich die Einnahmen aus Grundsteuer A rückläufig (-11,17 Prozent).  

Plansätze übertroffen  

Die Analyse der IHK Würzburg-Schweinfurt bezieht sich auf die Ergebnisse aller mainfränkischen Gemeinden mit Ausnahme der Gemeinde Knetzgau, die sich im diesjährigen Untersuchungszeitraum nicht an der Erhebung beteiligt hat.   Die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Würzburg sanken im Jahr 2017 auf 87,08 Millionen Euro und liegen damit 7,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die  Stadt Schweinfurt konnte gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 17,3 Prozent bei den Gewerbesteuereinnahmen verbuchen. In der Mehrzahl der mainfränkischen Kommunen wurden die Planansätze der Gewerbesteuereinnahmen für 2017 nach Aussagen der Kämmerer übertroffen. Die Städte und Gemeinden sind also trotz anhaltend starker Gewerbesteuerkraft vorsichtiger mit ihren Planungen. Deutliche Einbrüche von mehr als -60,00 Prozent bei den Gewerbesteuereinnahmen im Verhältnis zum Plan gab es in drei Gemeinden: Winterhausen (-88,94 Prozent), Schondra (-85,38 Prozent) und Neuhütten (-81,50 Prozent). Deutlich positive Abweichungen von mehr als +200 Prozent über Plan finden sich unter anderem in Höchberg, Nordheim v. d. Rhön, Aubstadt, Wiesthal, Markt Einersheim und Gädheim.  

51 Hebesatzerhöhungen  

Die Kommunen können die Hebesätze der Realsteuern selbst festlegen. „Diese können somit direkten Einfluss auf die Attraktivität ihres Standortes für Unternehmen nehmen“, erklärt Cornelia Becker-Folk, Referentin Recht und Steuern bei der IHK. Stabile Hebesätze unterstützen die lokale Wirtschaft. Wenig erfreulich sei, dass die Hebesatzspirale für 2018 nun auch im IHK-Bezirk Mainfranken weiter angezogen hat und damit ein wichtiger Attraktivitätsfaktor ins Wanken gerät. Mit insgesamt 51 Hebesatzerhöhungen in den letzten zwei Jahren verzeichnet die IHK einen erheblichen Anstieg in den mainfränkischen Gemeinden. Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz in Mainfranken beträgt in diesem Jahr 342 Punkte, im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um zwei Punkte. Er bewegt sich zwischen 328 Punkten (Landkreis Haßberge) und 357 Punkten (Landkreis Bad Kissingen). Deutlich darüber liegen die kreisfreien Städte Würzburg (420 Punkte) und Schweinfurt (370 Punkte), deren Hebesätze jedoch stabil geblieben sind.

Der durchschnittliche Hebesatz der Grundsteuer A in Mainfranken liegt bei 346 Punkten, jener der Grundsteuer B bei 338 Punkten. Beide Werte sind im Verhältnis zum Jahr 2017 leicht gestiegen. Auch für das kommende Jahr prognostiziert die IHK erneut steigende Steuereinnahmen. Die Wirtschaftskammer appelliert daher an die Kommunen, die Planbarkeit der Einnahmen durch stabile Hebesätze an die Unternehmen vor Ort weiter zu geben und so den Wirtschaftsstandort Mainfranken weiterhin attraktiv zu halten.

Die Broschüre „Realsteuererhebung 2018“ sowie ein Tabellenteil mit  Datenmaterial der Erhebung stehen auf der Homepage der IHK unter www.wuerzburg.ihk.de/realsteuern zum Download bereit.  

Information:
Cornelia Becker-Folk
Tel.: 0931 4194-383
E-Mail: cornelia.becker-folk@ wuerzburg.ihk.de