Presse

zurück zur Übersicht
10.04.2017 - 15:06 Uhr

IHK-Publikation zeigt Handlungsfelder

CSR bringt klaren Geschäftsvorteil

Würzburg – Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet die Verantwortung von Unternehmen für die Auswirkungen ihres Handelns auf die Gesellschaft. Damit eng verbunden ist das Leitbild des ehrbaren Kaufmannes als Ausgangspunkt verantwortlichen unternehmerischen Handelns.

Eine aktuelle Umfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt unter mainfränkischen Unternehmen zum Stellenwert von CSR, Zielen und den wichtigsten Handlungsfelder zeigt: Besonders relevant ist für die mainfränkischen Betriebe, Kundeninteressen zu wahren und Umwelt- und Sozialstandards in der eigenen Produktion sowie bei Lieferanten zu berücksichtigen. Von vergleichsweise geringer Bedeutung sind Handlungsfelder wie Jobsharing für Führungskräfte oder Angebote zur Unterstützung von Angehörigenpflege.

„Immer mehr Unternehmen erkennen den Mehrwert von CSR, sei es als Alleinstellungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern, weil Kunden es wünschen oder um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.“, informiert Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter Standortpolitik sowie Existenzgründung und Unternehmensförderung über die Ergebnisse. Mehr als jeder Fünfte (21,4 Prozent) der Befragten gibt an, durch CSR-Maßnahmen als Arbeitgeber attraktiver werden zu wollen. 19 Prozent erhoffen sich Reputationsgewinne, 16 Prozent zufriedenere Kunden. „CSR bringt einen klaren Geschäftsvorteil und wirkt sich letztlich auch betriebswirtschaftlich positiv aus.“, so Dr. Genders.

Noch Luft nach oben 

In der Umfrage geben vier von zehn mainfränkischen Unternehmen an, dass sie sich bereits aktiv mit dem Thema CSR auseinandergesetzt haben. Ein Drittel berichtet aktiv über eigene Maßnahmen. Laut IHK sei es sinnvoll, sich mit dem Thema zu beschäftigen: Unternehmen, die das nicht tun, würden irgendwann womöglich von mehreren Seiten dazu gezwungen. „Von gesetzlichen Vorgaben wie Berichtspflichten sind nur wenige Betriebe direkt betroffen. Allerdings berichten bereits heute knapp zehn Prozent der befragten Unternehmen, dass sie von Geschäftspartnern, Kunden oder Lieferanten nach ihren CSR-Maßnahmen gefragt werden.“, warnt Dr. Genders. Insbesondere für viele Zulieferbetriebe dürften die Anforderungen zur Ausführung und Berichterstattung im Rahmen von Wertschöpfungsketten eher noch zunehmen.  

Die IHK hat Ende 2016 rund 2.000 mainfränkische Betriebe befragt, rund 150 haben geantwortet. Die Ergebnisse sind in der Publikation „Unternehmerische Verantwortung in Mainfranken – Unternehmensbefragung zum ehrbaren Kaufmann und zu Corporate Social Responsibility (CSR)“ veröffentlicht.

Die Publikation sowie weitere Informationen rund um das Thema CSR stehen online zur Verfügung unter www.wuerzburg.ihk.de/csr.