Presse

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22.10.2019 - 09:58 Uhr

Kurz vor dem Brexit

Britischer Generalkonsul zu Gast in der IHK

Simon Kendall, britischer Generalkonsul in München, hat am 15. Oktober die IHK Würzburg-Schweinfurt besucht.

Der Generalkonsul diskutierte mit IHK-Präsident Dr. Klaus D. Mapara, dem Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Ralf Jahn und Referentin Silvia Engels-Fasel insbesondere über den aktuellen Stand beim Brexit.  

Kendall hob hervor, dass die momentan unsichere Lage sowohl für Großbritannien, als auch für Deutschland  problematisch sei. Er stellte klar, dass Großbritannien angesichts der wichtigen wirtschaftlichen Beziehungen an einer einfachen und schnellen Lösung interessiert sei. Allerdings müssten insbesondere die Probleme an der nordirischen Grenze gelöst werden, wobei der Backstop für Großbritannien keine Option sei. Kendall betonte jedoch ausdrücklich, dass der politische Wille für ein Abkommen auf britischer Seite vorhanden sei.  

Der Generalkonsul erklärte, dass die Gründe für den Brexit vielschichtig seien. Großbritannien hätte aufgrund seiner Geschichte  eigentlich schon immer einen Fuß aus der europäischen Union gehabt. Auch innerhalb der EU habe das Vereinigte Königreich seit jeher eine Sonderstellung – etwa bei der Ablehnung der Gemeinschaftswährung Euro oder beim Nichtbeitreten zum Schengener Abkommen. „Die mainfränkischen Unternehmen benötigen dringend Sicherheit sowohl beim Export, aber auch bei Besuchen deutscher Geschäftsführer in verbundenen Unternehmen in Großbritannien", betonte IHK-Präsident Dr. Klaus D. Mapara. Entsprechend hoffen sowohl der britische Generalkonsul, wie auch die IHK auf eine schnelle Lösung.