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16.01.2019 - 07:50 Uhr

IHK bietet Beratungen und Informationsangebot

„Brexit bringt stürmische Zeiten für betroffene Betriebe“

Mainfranken – Der nun voraussichtlich ungeregelte Brexit stellt die Wirtschaft im Freistaat vor große Herausforderungen, so die IHK.

Betroffene Betriebe haben stürmische Zeiten vor sich. Besonders kritisch sind das Ende des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs sowie die Einführung von Zöllen. Unternehmen können diese Einschnitte aber mit einer guten Vorbereitung bewältigen“, ist der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt, Jürgen Bode, überzeugt. Er rät, das Infoportal der IHK unter www.wuerzburg.ihk.de/brexit zu nutzen. Hier gibt es hilfreiche Informationen  rund um den Brexit.  Unternehmen können sich individuell zum Brexit beraten lassen und haben zudem am 26. Februar 2019 in einer kostenfreien Informationsveranstaltung die Möglichkeit, sich über Zoll und Einfuhrbestimmungen, Umsatzsteuer, Mitarbeiterentsendung oder allgemeine rechtliche Rahmenbedingungen zu informieren und auszutauschen.  

„Das Worst-Case-Szenario eines harten Brexit wird leider sehr wahrscheinlich. Ich vertraue aber auf den Mut und die Innovationsstärke der mainfränkischen Unternehmen, um diese Herausforderung zu meistern“, so Bode.   Ein harter Brexit würde die Wirtschaftsleistung Bayerns langfristig um etwa 1,4 Milliarden Euro pro Jahr schmälern, so eine ifo-Studie. Bayerische Unternehmen haben in Großbritannien bisher Produktions- und Betriebsanlagen im Wert von rund 22 Milliarden Euro aufgebaut, so die aktuellste Bundesbank-Statistik mit Stand Ende 2016.  

Es gibt circa 460 Niederlassungen bayerischer Firmen in Großbritannien, die rund 64.000 Mitarbeiter beschäftigen und einen jährlichen Umsatz von 40 Milliarden Euro erwirtschaften. Die IHK weiß von aktuell rund 300 mainfränkischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen, die in einer geschäftlichen Beziehung mit dem Vereinigten Königreich stehen. Bleibt es beim Austritt am 29. März, gelten für Großbritannien beim Zugang zum EU-Binnenmarkt keine Sonderregelungen. Stattdessen greifen dann bis auf weiteres die Bestimmungen der Welthandelsorganisation (WTO).  

Information:
Kurt Treumann
Tel.: 0931 4194-353
E-Mail: kurt.treumann@ wuerzburg.ihk.de