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17.04.2018 - 08:47 Uhr

IHK-Steuer- und Finanzausschuss

Betriebsrenten einfacher stärken

Würzburg – Mitglieder und Gäste des Steuer- und Finanzausschusses der IHK Würzburg-Schweinfurt diskutierten am 13. April 2018 über aktuelle steuerrechtliche Fragen.

Sandra Koch vom Bundesministerium für Finanzen informierte über die steuerlichen Aspekte des Betriebsrentenstärkungsgesetzes. Sie verwies auf die bezweckten Vereinfachungen für Arbeitgeber, erklärte aber: „Ob die mit der gesetzlichen Neuregelung beabsichtigten Vereinfachungen tatsächlich in der Praxis so umgesetzt werden, muss abgewartet werden“.  

Kritisch äußerten sich die Ausschussmitglieder im Hinblick auf das Auseinanderlaufen der Höchstgrenzen. Der steuerfreie Höchstbetrag der Entgeltumwandlung wird von vier auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (West) angehoben; der sozialversicherungsfreie Höchstbetrag bleibt aber bei vier Prozent. Als problematisch für die Praxis stelle sich auch dar, dass der Erhalt des neu eingeführten Förderbetrags zur betrieblichen Altersversorgung vorsieht, dass Abschluss- und Vertriebskosten nur als fester Anteil der laufenden Beiträge geregelt sein dürfen. Als Praxistipp des Bundesfinanzministeriums empfahl Koch daher beim Abschluss von Neuverträgen gleich darauf zu achten. „Altverträge müssen entsprechend angepasst werden“, erklärte sie.  

Im Anschluss präsentierte Norbert Rettner, Chefredakteur bei Vogel Business Media GmbH & Co. KG, Institut für Recht-Wirtschaft-Steuern, anhand von praktischen Beispielen, wie sich Zuzahlungen zum Dienstwagen an den Arbeitnehmer lohnsteuerlich, beitragsrechtlich und umsatzsteuerlich auswirken.  

Der Steuer- und Finanzausschuss berät als eines der IHK-Fachgremien das Präsidium, die Vollversammlung und die Geschäftsführung der IHK mit Empfehlungen und Stellungnahmen zu steuerpolitischen Fragen.