17.01.2017 - 08:53 Uhr

International

Schweitzer: Protektionismus bringt "am Ende nur Verlierer"

Besorgt hat Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Aussagen des designierten US-Präsidenten zu dessen künftiger Außenhandelspolitik zur Kenntnis genommen.

"Mit seinen Äußerungen stellt Donald Trump sowohl die bestehende Handelsarchitektur als auch die bisherige Form der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Frage", sagte Schweitzer der Nachrichtenagentur Reuters.

Die angedrohte Importsteuer werde die Freihandelszone zwischen Mexiko und den USA de facto aufheben und damit auch die deutschen Unternehmen treffen, gab er zu bedenken. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das WTO-konform ist."

Das Gebot der Stunde sei es, gleiche Voraussetzungen für den internationalen Wettbewerb zu schaffen – und nicht, Hemmnisse im internationalen Warenaustausch aufzubauen. "Die Ausweitung von 'Buy American'-Klauseln bei öffentlichen Ausschreibungen oder sogar eine Abkehr von WTO und Freihandelsbestrebungen könnten letztlich auch amerikanischen Unternehmen schaden", warnte Schweitzer.

"Die USA und Deutschland verbindet eine lange und intensive Zusammenarbeit, wirtschaftlich wie politisch. Dies sollte auch in Zukunft so bleiben. Ansonsten gibt es am Ende nur Verlierer."

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