13.07.2020 - 12:36 Uhr

Exportwirtschaft besonders von Corona betroffen

IHK begrüßt 5-Punkte-Paket der Bundesregierung

© Getty Images/iStockphoto / koya79

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Mainfranken/Würzburg – Die IHK Würzburg-Schweinfurt begrüßt das 5-Punkte Maßnahmenpaket der Bundesregierung für die Exportwirtschaft.

Die Corona-Krise hinterlässt  tiefe Spuren in der deutschen Exportwirtschaft. Auch wenn sich die Wirtschaft in Deutschland und einigen Auslandsmärkten wieder erholen sollte, bleiben ökonomische Unsicherheiten. Die Bundesregierung will dem entgegenwirken und plant, mit einem 5-Punkte-Programm die finanziellen Bedingungen für exportorientierte Firmen in Deutschland zu verbessern. So sollen etwa reduzierte Anzahlungen und verzögerte Rückzahlungen bei bestimmten Geschäften angeboten und die Absicherung verschiedener Exportfinanzierungen bei großen ausländischen Bestellern vereinfacht werden. Um einer negativen Liquiditätssituation des Exporteurs entgegenzuwirken, sollen Erleichterungen bei ausstehenden Entgelten eingeräumt werden.

Exportgarantien von größtem Interesse

Um Exporte besser finanzieren zu können, sollen Banken bessere Refinanzierungsmöglichkeiten bekommen. Auch bei der Sammeldeckung des Bundes, der sogenannten Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung (APG), soll sich etwas tun: Um Verteuerungen abzufedern, wird in Zukunft bei Corona-bedingten Schäden automatisch der schadenbedingte Standard-Malus halbiert. Mit dem 5-Punkte-Programm sollen die bestehenden wichtigen Instrumente der Exportfinanzierung gestärkt und entsprechend den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Die Exportkreditgarantien sind für die Exportwirtschaft gerade in Corona-Zeiten von größtem Interesse. Sie tragen dazu bei, Hindernisse bei der Exportfinanzierung aus dem Weg zu räumen. „Es ist nur konsequent, dass die Bedingungen rund um die exporttechnischen Hilfen durch Exportgarantien flexibler im Sinne der Exporteure ausgestaltet werden. Das könnte auch dem Label ‚Made in Main-Franconia‘ im internationalen Wettbewerb gut tun“, erklärt Kurt Treumann, IHK-Bereichsleiter International.  

Der Export ist für Deutschland eine wesentliche Triebkraft für Wachstumsdynamik und den daraus resultierenden Wohlstand. Laut einer Umfrage der IHK-Organisation erwarten 83 Prozent der deutschen Unternehmen im Ausland Umsatzeinbrüche. 15 Prozent erwarten sogar, dass ihre Umsätze im Gesamtjahr 2020 um mehr als die Hälfte einbrechen werden. Für viele dieser Unternehmen ist die Corona-Krise sogar existenzbedrohend. 93 Prozent gehen von einer konjunkturellen Erholung erst im Jahr 2021 oder später aus.

Information: Kurt Treumann, Tel.: 0931 4194 353, E-Mail: kurt.treumann@ wuerzburg.ihk.de oder online unter www.wuerzburg.ihk.de/international

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