30.07.2020 - 14:51 Uhr

International

EU-Recovery-Plan: Mit Wiederaufbaufonds durch die Krise

Fokus – Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der EU

Tiefe Spuren durch die Corona-Pandemie in der europäischen Wirtschaft. Anfang Mai hat die EU-Kommission für 2020 einen Rückgang des EU-Bruttoinlandsproduktes von 7,5 Prozent vorausgesagt, die OECD im Juni sogar ein Minus zwischen 9 und 11,5 Prozent. Das markiert einen bislang unbekannten Einbruch und könnte in Europa eine große Anzahl von Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe in ihrer Existenz gefährden.

Europäischer Aufbauplan
Um die durch Corona entstandenen Schäden zu beheben, Aufschwung und Beschäftigung anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schützen, hat die Europäische Kommission einen umfassenden Europäischen Aufbauplan vorgeschlagen. Die EU-Kommission will den negativen wirtschaftlichen Folgen mit einem 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds ("Next Generation EU") begegnen (Geld soll am Kapitalmarkt aufgenommen werden). Dessen Geld soll zu zwei Dritteln in Form von Zuschüssen und zu einem Drittel als Kredite ausgezahlt werden. Dieser enorme Betrag soll dazu dienen die Wirtschaftskraft der EU dauerhaft zu steigern. Aus dem europäischen Gedanken heraus wird es nun für alle Beteiligten herausfordernd, nationale Investitionen mit den wirtschaftspolitischen Schwerpunkten der EU in Einklang zu setzen. Im Interesse einer wirksamen und damit nachhaltigen Reaktion auf die Coronakrise, die die gesamte Bevölkerung der EU ebenso wie deren globale Partner erreicht, setzt die EU-Kommission auf eine Reihe von Instrumenten. „NextGenerationEU“ wird auf drei Säulen ruhen, nämlich: a) Aufbau in den Mitgliedstaaten unterstützen, b) Wirtschaft ankurbeln und private Investitionen fördern c) Lehren aus der Krise ziehen. Damit sind u.a. Unterstützungen von Investitionen und Reformen, von Schlüsselsektoren und –technologien, Investitionen in wichtige Wertschöpfungsketten, Solvenzhilfe für rentable Unternehmen, Unterstützung strategisch wichtiger Programme zur Bewältigung künftiger Krisen bis hin zur Unterstützung globaler Partner gemeint. Oberste Priorität, so IHK-Bereichsleiter International, Kurt Treumann,  muss nun eine schnelle Umsetzung sein.

Link zum DIHK: https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/tdw/eu-recovery-plan-mit-wiederaufbaufonds-durch-die-krise-25188
Link zur Europäischen Kommission: https://ec.europa.eu/info/live-work-travel-eu/health/coronavirus-response/recovery-plan-europe_de#mobilisierung-von-investitionen

Termine und Informationen zu kommenten Unternehmer- und Delegationsreisen