10.01.2020 - 08:39 Uhr

International

Das elektronische Ursprungszeugnis (eUZ)

Mit dem neuen kostenfreien Antragsverfahren „Nutzerkennung“ können Unternehmen Ursprungszeugnisse einfach und schnell auf digitalem Weg beantragen

Internationale Handelskonflikte sind nicht nur mit wirtschaftspolitischen Unsicherheiten verbunden, sondern schaffen einen bürokratischen und finanziellen Mehraufwand, der das globale Geschäft für Unternehmen immer schwieriger macht. Während die Zollhürden für den Export immer höher werden, müssen Firmen bei der Nicht-Erfüllung immer tiefer in die Tasche greifen. Die türkische Regierung beispielsweise verschärfte im Frühjahr die Regelung zur Vorlage eines Ursprungsnachweises bei der Einfuhr von Waren. Kann kein Nachweis vorgelegt werden, wird ein Zusatzzoll fällig. Neben der Türkei ist auch in vielen weiteren Ländern außerhalb der EU ein sogenanntes Ursprungzeugnis (UZ) als Nachweis des handelspolitischen Ursprungs der Importware Pflicht. Grund dafür können beispielsweise handelspolitische Maßnahmen wie Mengenbeschränkungen und Strafzölle sein.

Die Möglichkeit, Ursprungszeugnisse online zu beantragen, gibt es schon länger. Die papierlose Beantragung spart den Unternehmen Zeit und Geld für Fahrt- oder Postwege. Die Bewilligung erfolgt in der Regel am selben Tag. Neu für die Betriebe ist seit Herbst 2019 das elektronische Antragsverfahren „Nutzerkennung“ – nunmehr auch ohne kostenpflichtige Signaturkarte und Kartenlesegerät. (Text: Julia Zormeier/IHK Regensburg)

Damit fallen die noch verbliebenen Nachteile des bisherigen elektronischen Verfahrens weg. Mit der Nutzerkennung können Firmenmitarbeiter in nur wenigen Minuten und über jeden beliebigen Rechner direkt und kostenfrei in der Webanwendung registriert und für den Vorgang authentifiziert werden. „Für den Zugang in das elektronische Verfahren genügen jetzt Benutzername und Passwort – eine denkbar einfache Lösung“, so Marika Gößwein, Beraterin International bei der IHK. Damit entstehende Vorteile sind unter anderem kürzere Arbeitszeiten, wie auch die Möglichkeit verschiedene Vorlagen bequem im Nutzerprofil zu speichern. „Die Mitarbeiter der IHK unterstützen die Unternehmen gerne bei der Einrichtung des neuen digitalen Verfahrens“, betont Marika Gößwein.

 

Info

eUZ-Vorteile auf einen Blick

• Abwicklung innerhalb eines Tages: Beantragung, Bewilligung und Versand an Kunden

• Änderungen/Korrekturen unkompliziert elektronisch erledigen

• Keine Postwege oder Botengänge

• Vorlagen bequem im Nutzerprofil speicherbar

• Ausstellungsgebühr nur für das Original – alle weiteren Ausfertigungen kostenlos

 

Ansprechpartnerin

Marika Goeßwein, Tel. 0931 4194-274,E-mail: marika.goesswein@ wuerzburg.ihk.de

Johanna Thiemer, Tel. 09721 7848-610, E-mail: johanna.thiemer@ wuerzburg.ihk.de

 

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