05.12.2018 - 12:58 Uhr

International

Bundesregierung kontaktiert Unternehmen zum NAP

Bereits Ende 2016 hat die Bundesregierung den "Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte" (NAP) verabschiedet. Mit ihm sollen die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen umgesetzt und damit die menschenrechtliche Lage entlang der Liefer- und Wertschöpfungsketten in Deutschland und weltweit verbessert werden.

Der Aktionsplan sieht einerseits Maßnahmen der Bundesregierung vor. Andererseits werden Unternehmen aufgefordert, die fünf im NAP definierten Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt - Grundsatzerklärung der Unternehmensleitung zur Achtung der Menschenrechte, Einrichtung eines Verfahrens zur Ermittlung tatsächlicher und potenziell nachteiliger Auswirkungen auf die Menschenrechte (Risikoanalyse), Maßnahmen zur Abwendung negativer Auswirkungen und Überprüfung der Wirksamkeit dieser Maßnahme (Abhilfe), Berichterstattung, Einrichung eines Beschwerdemechanismus umsetzen.

Zur Überprüfung der Umsetzung der Kernelemente durch Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, hat die Bundesregierung ein Konsortium bestehend aus Ernst & Young, Systain Consulting, Adelphi und Focusright mit einem Monitoring beauftragt. Die Bundesregierung hat nun alle betroffenen, rund 6500 Unternehmen auf Leitungsebene am 30. November 2018 angeschrieben, um über das Monitoring zu informieren und zur Teilnahme aufzufordern. In diesem Jahr wurden 30 Unternehmen unterschiedlicher Größe und unterschiedlicher Sektoren in einem ersten Durchlauf befragt. Mai 2019 und Anfang 2020 wird eine repräsentative Stichprobe von ca. 1600 Unternehmen vom Konsortium angeschrieben werden, mit der Bitte, an der repräsentativen Erhebung teilzunehmen. Vom Ausgang des Monitoring hängt ab, ob die Bundesregierung ab 2020 gesetzliche Schritte erwägt.

Weiterführende Informationen von Seiten der Bundesregierung finden Sie hier:

https://www.csr-in-deutschland.de/DE/Wirtschaft-Menschenrechte/Ueber-den-NAP/Naechste-Schritte/naechste-schritte.html