06.12.2019 - 08:44 Uhr

International

Binnenmarkt: Unternehmensumfrage

Europaweite EUROCHAMBRES-Unternehmensumfrage zeigt Lücken im Binnenmarkt.

Es halten 70% der Unternehmen den Binnenmarkt für nicht ausreichend integriert, dies bestätigt die neue europaweite EUROCHAMBRES-Unternehmensumfrage zum Binnenmarkt. Die Umfrage wird der neuen Kommission sowie den anderen EU-Institutionen und nationalen Regierungen vorgelegt.

Mehr als 1.100 Unternehmen aus der gesamten EU haben an der Umfrage teilgenommen, 370 aus Deutschland.

Der Umfrage zufolge sind die folgenden fünf Handelshemmnisse am schwerwiegendsten in der EU:

- komplizierte Verwaltungsverfahren (79,5%)
- unterschiedliche nationale Regelungen für die Dienstleistungserbringung (71,6%)
- fehlender Zugang zu Informationen über gesetzliche Anforderungen (69,1%)
- unterschiedliche nationale Regelungen für Waren (67,0%)
- unterschiedliche vertragliche und rechtliche Gepflogenheiten (65,6%)

Bei den Rückmeldungen von deutschen Unternehmen ergeben sich folgende Top 5-Hemmnisse:

- komplizierte Verwaltungsverfahren (80,3%)
- Probleme/Unsicherheiten bei der vorübergehenden Entsendung von Arbeitnehmern in einen anderen EU-Mitgliedstaat (73%)
- unterschiedliche nationale Regelungen für die Dienstleistungserbringung (71%)
- fehlender Zugang zu Informationen über gesetzliche Anforderungen (68,2%)
- unterschiedliche nationale Regelungen für Waren (68,1%)

Bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse forderte EUROCHAMBRES-Präsident Christoph Leitl die Kommission auf, im Rahmen der neuen Legislatur Maßnahmen zu ergreifen, die den Binnenmarkt stärken.

Dies ist auch eine wichtige Forderung des DIHK im Rahmen der Europapolitischen Positionen 2019. Der DIHK hatte am 15.11.2019 seine Binnenmarktumfrage 2019 veröffentlicht, die konkrete Beispiele für Binnenmarkthindernissen aufzeigt.

Detaillierte Informationen über die EUROCHAMBRES-Binnenmarktumfrage finden Sie hier:

1. Bericht
2. Infografik
3. Factsheets
4. Übersicht: die 5 wichtigsten Hindernisse pro Mitgliedstaat

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