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Verbrauchersicherheit

Textilkennzeichnungspflicht

Shoppen gehört sicherlich nicht nur für Frauen mit zu den schönsten Freizeitbeschäftigungen. Während "man" sich vielleicht eher um den schnellsten Gamer-Computer oder das aktuellste Handy bemüht, stehen als nächstes Textilien auf der Shoppingwunschliste ganz oben. Egal ob in der Boutique oder im Internetshop, die Jagd nach Schnäppchen und schmucken Sahnestückchen für den Kleiderschrank macht einfach Spaß.

Schnell trübt sich dieser Spaß aber, wenn das frisch ergatterte Billig-Schnäppchen plötzlich nicht nur auf der Haut kratzt, sondern vielleicht sogar zu mehr oder minder schweren allergischen Reaktionen führt. "Wer weiß, was da wohl alles drin ist", ist dann der oft gehörte Kommentar.

Dabei muss es nicht einmal sein, dass der Hersteller böses im Sinn gehabt hatte und minderwertige Materialien verwendet hat. Oft reicht es, dass jemand ganz einfach nur allergisch auf bestimmte Fasern ist und schnell die Finger von dem Artikel gelassen hätte, wenn er vorher gewusst hätte "was da wohl alles drin ist".

Textilkennzeichnungsgesetz

Zur Sicherheit für die Verbraucher müssen daher alle in Deutschland angebotenen Textilerzeugnisse gemäß dem Textilienkennzeichnungsgesetz (TextilKennzG) gekennzeichnet werden. Dies gilt sowohl für den Direktverkauf, wie auch für Kataloge und natürlich auch das Internet. Wer sich nicht daran hält und falsche oder gar keine Angaben macht, verstößt nicht nur gegen das Wettbewerbsrecht, er kann dafür auch kostenpflichtig abgemahnt werden.

Was man unter Textilerzeugnissen versteht, ist im § 2 Absatz 1 des TextilKennzG geregelt:

1) Textilerzeugnisse sind

1. zu mindestens achtzig vom Hundert ihres Gewichts aus textilen Rohstoffen

hergestellte

a) Waren;

b) Bezugstoffe auf Möbeln, Möbelteilen und Schirmen;

c) Teile von Matratzen und Campingartikeln;

d) der Wärmehaltung dienende Futterstoffe von Schuhen und Handschuhen;

Grundlage für die Anwendung des TextilKennzG ist also das verwendete Material. Ist dieses zu mindestens 80 Prozent aus textilen Rohstoffen hergestellt, so ist die Textilkennzeichnung verpflichtend. Dabei ist besonders zu beachten, dass Händler sich nicht einfach auf die Herstellerangaben verlassen dürfen, sondern diese, falls nötig, sogar überprüfen müssen (siehe auch OLG Celle, Az. 13 U 184/03, vom 08.04.2004)!

Hier kommen sie zur Gesamtausgabe des TextilKennzG

Ansprechpartner

Frank Albert

MBA Regionalmanagement

Referent Innovation und Technologie

Würzburg

Telefon: 0931 4194-352

E-Mail: frank.albert@ wuerzburg.ihk.de

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