27.01.2017 - 11:20 Uhr

Zukunftsforum Arbeitswelt 4.0

Die Zukunft der Arbeit

Im Bild: IHK-Bereichsleiter Innovation und Umwelt Oliver Freitag (ganz links) mit den Akteuren des IHK-Zukunftsforums (von links): Professor Erich Schöls, Karl-Heinz Land, Dieter Pfister, Anke Faust, Professor Dr. Axel Winkelmann, Jens Wiesner und Professor Dr. Christian Heinrich. Bild: Mareen Capristo, IHK

Schweinfurt – Die Digitalisierung ist der Megatrend unserer Zeit. Der digitale Wandel bietet viele Chancen, hat aber auch spürbare Auswirkungen auf unsere Art zu arbeiten. Die digitalen Möglichkeiten sorgen dafür, dass neue Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsprozesse entstehen und sich die Arbeitswelt massiv verändert. Rund 120 Teilnehmer beschäftigten sich gestern in der IHK-Geschäftsstelle Schweinfurt anlässlich des „Zukunftsforums Arbeitswelt 4.0“ der IHK Würzburg-Schweinfurt mit der Zukunft des Arbeits- und Wirtschaftslebens.

IHK-Vizepräsident Dieter Pfister ging in seiner Begrüßung auf die „Revolution in Lichtgeschwindigkeit“ ein, die die Digitalisierung hervorruft: „Während die industrielle Revolution im 18. und 19. Jahrhundert Generationen dauerte, haben wir in nur einem Jahrzehnt eine technologische Revolution von enormem Ausmaß erlebt. Industrie 4.0, E-Commerce, Internet der Dinge und Crowd-Working verändern unsere Arbeitswelt nachhaltig.“  

In seinem einleitenden Vortrag „Dematerialisierung – Die Neuverteilung der Welt in Zeiten des digitalen Darwinismus“ rief Karl-Heinz Land, Gründer der Strategieberatung neuland GmbH & Co. KG, die Unternehmen dazu auf, den digitalen Wandel zu starten und mit neuen innovativen Geschäftsmodellen auf den Markt zu drängen. „Digitaler Darwinismus entsteht, wenn sich Technologien und Gesellschaft schneller verändern als die Fähigkeit von Unternehmen, sich an diese Veränderungen anzupassen.“, so Land. Er warnte anhand von Beispielen, dass der rasante technologische Wandel das Geschäftsmodell vieler Unternehmen und Branchen obsolet mache.  

Diese und weitere Themen wurden anschließend in vier verschiedenen Workshops weiter vertieft. In kleinen Gruppen diskutierten die Teilnehmer Fragen rund um die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt.    

Der erste Workshop behandelte unter der Leitung von Jens Wiesner, Coach und Berater, das Thema „Unternehmen 4.0 braucht Personal 4.0“. Der zweite Workshop unter Leitung von Professor Dr. Axel Winkelmann, Inhaber des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg, fragte „ERP & Co.: Wie effizient ist Ihr Unternehmen?“. Den dritten Workshop leitete Professor Dr. Christian Heinrich, Inhaber des Lehrstuhls für Digitale Transformation an der Quadriga Hochschule Berlin. Er beschäftigte sich mit den Herausforderungen für Unternehmer und den notwendigen Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle durch die digitale Transformation. Professor Erich Schöls, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) und Leiter des Steinbeis-Forschungszentrums Design und Systeme, diskutierte im vierten Workshop „Was wir morgen wollen: Vernetztes Leben, Wohnen, Arbeiten“.  

Die Veranstaltung moderierte Anke Faust, freie Redakteurin. Das Zukunftsforum wurde von einer Ausstellung des Steinbeis-Forschungszentrums Design und Systeme begleitet, die aktuelle Projekte aus Forschung und Entwicklung zeigte.