24.04.2019 - 15:40 Uhr

Netzausbau

Aktualisierter Entwurf für Netzentwicklungsplan 2030 vorgelegt

In Ergänzung zum ersten Entwurf erfolgte eine Prüfung hinsichtlich der zwischenzeitlich getroffenen Empfehlung der sog. "Kohlekommission"

Den ersten Entwurf der 2019er Fassung des Netzentwicklungsplans Strom 2030 hatten die Übertragungsnetzbetreiber Anfang Februar zur Konsultation gestellt. Eine wesentliche Änderungen gegenüber den Vorjahren war die Berücksichtigung des Erneuerbarenziels von 65 Prozent bis 2030. Im Ergebnis sahen die Übertragungsnetzbetreiber einen deutlich höheren Bedarf an Netzneubau- und Netzverstärkungsmaßnahmen. Der zweite Entwurf sieht hier keine wesentlichen Änderungen vor.

Im Rahmen der Konsultation sind 906 Stellungnahmen bei den Übertragungsnetzbetreibern eingegangen, deutlich weniger als in den Vorjahren. Die Stellungnahmen bezogen sich großteils auf einzelne Vorhaben. Darüber hinaus erfolgt zur Berücksichtigung der Ergebnisse der Kommission "Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung" eine Sensitivitätsanalyse für das Jahr 2035. Dabei erwies sich der für das mittlere Szenario B 2035 identifizierte Netzausbaubedarf als robust. Zusätzlich erfolgte eine Bewertung der Systemstabilität basierend auf dem Szenario B 2035. Danach besteht eine erheblicher Bedarf an Blindleistungskompensationsanlagen. Insbesondere dadurch steigen die erwarteten Investitionskosten für die Onshore-Maßnahmen von 52 Mrd. Euro auf 61 Mrd. Euro.

Der  zweite Entwurf wird gemeinsam mit dem Umweltbericht im Sommer 2019 von der BNetzA noch einmal zur Konsultation gestellt. Die Bestätigung des NEP soll dann bis Ende des Jahres folgen. Die Unterlagen zum zweiten Entwurfs des Netzentwicklungsplan 2030 (Version 2019) sind unter www.netzentwicklungsplan.de/de/netzentwicklungsplaene/netzentwicklungsplan-2030-2019 abrufbar.

(Quelle: DIHK)