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Fördermittel

Förderung von Energie- und Ressourceneffizienz

Keine Frage: nicht verbrauchte Energie und Rohstoffe erzielen den mit Abstand größten Spareffekt. Was liegt daher näher, als sich mit nachhaltigen Ressourcenschonungs-Strategien im eigenen Unternehmen zu beschäftigen? Laut einer 2009 durchgeführten Untersuchung der Deutschen Materialeffizienzagentur (demea) liegt der Kostenanteil im produzierenden Gewerbe alleine für Material bei rund 43 Prozent der Gesamtkosten. Knapper werdende Rohstoffe oder der erschwerte Zugang zu diesen verschärfen die Situation gerade in den letzten Jahren zunehmend. So sind die Rohstoffpreise seit 2003 um das 2,5- bis 6-fache zum Bezugsjahr 2000 gestiegen (Quelle: Deutsche Rohstoffagentur).

Ebenso führt die 2011 von der Bundesregierung beschlossene Energiewende mit all ihren Auswirkungen und Nebenerscheinungen (Ausbau der Erneuerbaren Energien, aufwendiger Netzausbau, Sicherstellung der Stromversorgung, zu erwartende Strompreiserhöhungen als Folge der Energiewende etc.) zu einem dringend notwendigen Umdenken beim Umgang mit der Ressource Energie.

Weniger Verbrauch = Ressourceneffizienz

So einfach wie es klingt, ist es jedoch nicht immer. Sparen ist wichtig, das „Wie“ will aber von Anfang an wohl überlegt sein. Erst eine genaue Analyse des IST-Zustands im Unternehmen gibt einen verwertbaren Hinweis auf zielgerichtete Effizienzmaßnahmen. Und bereits hier, zu Beginn aller Überlegungen, setzt die staatliche Förderung der Energie- und Ressourceneffizienz, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), an. Die Beratung durch externe und neutrale Fachleute bildet hierbei eine wichtige Basis. Das Erkennen von Schwachstellen und die Ausarbeitung von auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittenen Gegenmaßnahmen sind der Grundstock für eine nachhaltige Verbesserung der Ressourceneffizienz. Erster Ansatzpunkt ist also die Förderung von Beratungsleistungen durch erfahrene Fachleute.

Ob Energie oder Material im Fokus des Unternehmens steht – Beratungsförderung geschieht für beide Themen über nicht-rückzahlbare Zuschüsse. Dabei wird unterschieden zwischen Initialberatung und Detailberatung. Während in der Initialberatung die aktuelle Situation des Unternehmens und das Auffinden von Potenzialen im Vordergrund stehen, setzt die Detailberatung oft bei konkreten Optimierungsmaßnahmen bis hin zur Umsetzungsplanung an.

Geförderte Beratungsleistungen

Am Ende einer guten und fundierten Beratung stehen in der Regel entsprechende Maßnahmenpläne, welche umgesetzt werden müssen um die angestrebten Ziele und Effekte zu erreichen. Hierzu gehören neben organisatorischen Maßnahmen fast immer auch Investitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen dazu. Das zieht meist einen durchaus intensiven Finanzbedarf nach sich.

Förderprogramme für Ressourceneffizienz

Auch hier sind die KfW und ihr bayerisches Pendant, die LfA, der richtige Ansprechpartner für Unternehmen. Mit geförderten Darlehensprogrammen wie dem Kfw-Energieeffizienzprogramm, dem KfW-Programm Erneuerbare Energien, dem KfW-Umweltprogramm oder dem Ökokredit der LfA unterstützen die staatlichen Förderbanken unternehmerische Initiativen zur Energieeffizienz und Umweltschonung. Attraktive Zinskonditionen (aktuell ab 1,00 Prozent Effektivzinssatz z. B. im KfW-Energieeffizienzprogramm) und ansehnliche Darlehensbeträge (bis zu 25. Mio. Euro im gleichen Programm) erleichtern die Umsetzung der Einsparmaßnahmen ganz erheblich.

Da die Energiewende und der zunehmende globale Wettbewerb den deutschen Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität und Innovationskraft abverlangen, ist auch die Förderlandschaft für Forschung und Entwicklung, Innovative Ideen und deren Markteinführung prall gefüllt. Auch hier können KMU besonders profitieren. Beispielhaft seien hier folgende Programme genannt:

 

  • BMU-Umweltinnovationsprogramm zur Förderung von Demonstrationsvorhaben im Umweltbereich (Zuschüsse oder Darlehen)
  • 6. Energieforschungsprogramm zur Förderung von Vorhaben zur Energieeinsparung und Energieeffizienz (Zuschüsse)
  • Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zur branchen- und technologieoffenen Förderung von technischen und Dienstleistungs-Innovationen für KMU (Zuschüsse)
  • Bayerisches Programm „Rationellere Energiegewinnung und –verwendung“ zur Förderung von Studien zur rationelleren Gewinnung und Verwendung von Energie (Zuschüsse)

Für alle Fragen zu Förderprogrammen sowohl Bundes als auch des Freistaates Bayern - ob Energie, Material oder Innovation, ob Beratungs- oder Investitionszuschüsse - steht Ihnen bei der IHK Würzburg-Schweinfurt ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite.

IHK-Broschüre Innovations-, Umwelt- und Energieffizienzfördermittel

Die IHK Würzburg-Schweinfurt gibt Ihnen in dieser Broschüre einen ersten Überblick über die wichtigsten Förderprogramme aus Innovation, Umwelt und Energie vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Förderungen werden zum Teil als nicht rückzahlbarer Zuschuss oder auch als geförderte Darlehen ausgegeben.

Anprechpartner

Jacqueline Escher

M. Sc. Geographie

Referentin Umwelt und Energie

  • Umwelt und Energierecht
  • Energieeffizienz und Fördermittel
  • Verpackungsverordnung, Netzwerke

Würzburg

Telefon: 0931 4194-364

E-Mail: jacqueline.escher@ wuerzburg.ihk.de

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Frank Albert

MBA Regionalmanagement

Referent Innovation und Technologie

  • Innovations- und Technologiemanagement
  • Fördermittelberatung, Qualitätsmanagement
  • Produktkennzeichnung, gewerblicher Rechtschutz

Würzburg

Telefon: 0931 4194-352

E-Mail: frank.albert@ wuerzburg.ihk.de

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Julia Holleber

M. A. Innovationsmanagement

Referentin Informations- und Kommunikationstechnik | E-Business

  • "eBusiness-Lotse Mainfranken"
  • Online-Marketing, Online-Shop
  • IT-Sicherheit, IT-Recht

Würzburg

Telefon: 0931 4194-317

E-Mail: julia.holleber@ wuerzburg.ihk.de

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Oliver Freitag

Diplom-Ingenieur (FH)

Bereichsleiter Innovation und Umwelt

  • Grundsatzfragen Innovation/Umwelt/Energie/E-Business, Projekte und Kooperationen
  • Regionale Netzwerke Wirtschaft-Wissenschaft
  • Technologietransfer, Clusterpolitik, E-Mobilität

Würzburg

Telefon: 0931 4194-327

E-Mail: oliver.freitag@ wuerzburg.ihk.de

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