BAFA-Förderung

Energieberatung im Mittelstand

Energieeffizienz wird in nahezu allen Unternehmen groß geschrieben. Während große Unternehmen für dieses Thema Energiebeauftragte einstellen, fehlt bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) manchmal der Einstieg. Sinnvoll ist daher, zunächst über eine unabhängige Energieberatung den Status quo zu ermitteln und Effizienzpotenziale aufzuzeigen.

Was ist eine geförderte Energieberatung?

Im Rahmen des Förderprogramms "Energieberatung im Mittelstand" werden die Kosten für eine externe Beratungsleistung bis zu maximal 80 Prozent gefördert.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen nach EU-Definition:

  • weniger als 250 Mitarbeiter und
  • maximal 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder
  • maximal 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme 

Verbundene Unternehmen müssen berücksichtigt werden. Zur Einordnung des eigenen Unternehmens hat die Europäische Kommission einen Leitfaden erstellt.

Inhalte und Umfang einer "Energieberatung im Mittelstand" orientieren sich an der DIN EN 16247. Darin sind unter anderem Vor-Ort-Begehungen im Betrieb sowie gegebenenfalls Messungen verankert. Gegenstand der Untersuchung sind unter anderem Prozesse, Gebäude und Querschnittstechnologien.
Die Unternehmen erhalten mit Abschluss der Energieberatung einen Bericht, in dem die aktuellen Energieverbräuche sowie mögliche Effizienzpotenziale samt Wirtschaftlichkeitsbetrachtung aufgeführt sind.

Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 80 Prozent der Beraterkosten als nichtrückzahlbarer Zuschuss.
Dabei gelten jedoch maximale Fördergrenzen:

  • Unternehmen mit Energiekosten bis zu 10.000 € pro Jahr - Zuschuss maximal 1.200 €
  • Unternehmen mit mehr als 10.000 € Energiekosten pro Jahr - Zuschuss maximal 6.000 €

Wer darf Energieberatungen durchführen?

Die Energieberatungen sind durch externe, unabhängige und von der BAFA zugelassene Energieberater durchzuführen.

Energieberater müssen dafür eine einschlägige Berufsausbildung bzw. ein (Fach-) Hochschulstudium in einer einschlägigen Fachrichtung der Ingenieurs- oder Naturwissenschaften nachweisen. Weiterhin wird eine Berufserfahrung als Energieberater von mindestens drei Jahren sowie regelmäßige Fortbildungen erwartet. Die BAFA hat ein Merkblatt zur Beraterzulassung bereitgestellt.

Zugelassene Berater bekommen eine BAFA-Beraternummer. Diese Beraternummer ist schon bei der Antragsstellung für die geförderte Energieberatung anzugeben. Das bedeutet, dass sich das Unternehmen bereits im Vorfeld einen geeigneten Berater suchen muss.
Zugelassene Berater können unter anderem auch auf der Energieeffizienz-Experten-Liste der dena recherchiert werden.

Die Antragsstellung für die geförderte Energieberatung im Mittelstand kann nur online über ein Portal der BAFA erfolgen.

Weiter Informationen zum Förderprogramm finden Sie auch auf der Website der BAFA.

 

Haben Sie Fragen zum Förderprogramm? Wir informieren Sie gerne.

Ansprechpartner

Jacqueline Escher

M. Sc. Geographie

Referentin Umwelt und Energie

Würzburg

Telefon: 0931 4194-364

E-Mail: jacqueline.escher@ wuerzburg.ihk.de

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