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Energieeffizienz

Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft

Unter dem Dach der Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft wurden einige Förderprogramme zusammengefasst und zum Beispiel hinsichtlich der Antragsstellung vereinheitlicht.

Das Programm besteht aus den vier Modulen:

  1. Querschnittstechnologien
  2. Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien
  3. MSR, Sensorik und Energiemanagement-Software
  4. Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Antragsberechtigt sind kommunale und private Unternehmen sowie freiberuflich Tätige mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.

Es gibt keine Größenbeschränkung, jedoch können KMU (kleine und mittlere Unternehmen) von höheren Fördersätzen profitieren. Der sogenannte KMU-Bonus beträgt in allen vier Modulen 10 Prozentpunkte.

Die Antragsstellung ist nur online über die Website der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) möglich. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu diesem und anderen Förderprogrammen.

Modul 1: Querschnittstechnologien

Gefördert werden Investitionen in hocheffiziente, am Markt verfügbare Technologien.

Insbesondere sind dies:

  • elektrische Motoren und Antriebe
  • Pumpen für die gewerbliche/ industrielle Anwendung
  • Ventilatoren
  • Druckluftanlagen
  • Anlagen zur Abwärmenutzung bzw. Wärmerückgewinnung
  • Dämmung von industriellen Anlagen (-teilen)

Welche Technologien hocheffizient sind und dementsprechend gefördert werden können hat das BAFA in einem Merkblatt zu den technischen Mindestanforderungen veröffentlicht.

Das Netto-Investitionsvolumen für eine oder mehrere Einzelmaßnahmen muss mindestens 2.000 Euro betragen. Der Födersatz liegt bei 30 Prozent der förderfähigen Kosten; KMU können einen Bonus von zusätzlich 10 Prozentpunkten erhalten. Die maximale Förderung liegt bei 200.000 Euro pro Vorhaben.

Modul 2: Prozesswärme aus erneuerbaren Energien

Gefördert werden Investitionen in die Bereitstellung von Prozesswärme aus:

  1. Solarkollektoren
  2. Biomasse-Anlagen
  3. Wärmepumpen

Auch hier gilt es technische Mindestanforderungen einzuhalten, um die Förderung in Anspruch nehmen zu können.

Zu den förderfähigen Kosten zählen unter anderem auch Kosten für die Einbindung des Systems in den vorhandenen Prozess sowie Kosten für Messungen und Datenerfassung.

In der Regel werden 45 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert. Auch hier erhalten KMU einen Bonus von zusätzlich 10 Prozentpunkten.

Modul 3: MSR, Sensorik und Energiemanagement-Software

Gefördert wird unter anderem der Erwerb, die Installation und Inbetriebnahme von:

  1. von Energiemanagement-Software sowie die Schulung des Personals im Umgang damit
  2. von Sensoren zur Erfassung von Energieströmen zur Einbindung in das Energie- oder Umweltmanagementsystem
  3. von Steuer- und Regelungstechnik zur Beeinflussung von Systemen und Prozessen für mehr Energieeffizienz

Die Energiemanagement-Software wird nur gefördert, wenn sie durch die BAFA förderfähig bewertet wurde und entsprechend auf der Liste förderfähiger Energiemanagementsoftware veröffentlicht wurde.

Die Höhe der Förderung beträgt 30 Prozent (+ 10 Prozent KMU-Bonus).

Ein Merkblatt der BAFA informiert über weitere Förderbedingungen.

Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Während Modul 1 bestimmte Einzelmaßnahmen fördert, stehen hier energieeffiziente Anlagen und Prozesse im Fokus. Anders, als die anderen drei Module, ist dieses Modul technologieoffen. Es eignet sich daher für Investitionen, die keinem der anderen drei Module zugeordnet werden können, aber einen wesentliches Einfluss auf die Energieeffizienz haben, wie zum Beispiel Maßnahmen zur:

  • Abwärmenutzung
  • Energieeffiziente Wärme- und Kälteversorgung sowie Lüftung
  • Vermeidung von Energieverlusten (z.B. Dämmung)
  • u.v.m

Zu den förderfähigen Kosten zählen auch die Erstellung eines Einsparkonzepts sowie die Umsetzungsbegleitung durch einen externen Energieberater.

Die Förderhöhe liegt bei 30 Prozent (KMU + 10%), wird aber auf 500 Euro pro jährlich eingesparter Tonne CO2 gedeckelt (für KMU 700 Euro/t CO2).

Weitere Informationen zum Programmteil finden Sie bei der BAFA.

Ansprechpartner

Jacqueline Escher

M. Sc. Geographie

Referentin Umwelt und Energie

Würzburg

Telefon: 0931 4194-364

E-Mail: jacqueline.escher@ wuerzburg.ihk.de

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