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Eintragungspflicht

Handelsregister

Die Eintragung in das Handelsregister ist nicht Voraussetzung für den Beginn eines Gewerbes. 

Bei Beginn des Gewerbes kann jeder entscheiden, ob eine Eintragung in das Handelsregister erfolgen soll. Erfordert allerdings das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb, so muss eine Eintragung in das Handelsregister erfolgen.

Kriterien für die Eintragungspflicht

Die Vielfalt und Vielzahl der Geschäftsvorfälle, der damit verbundene buchhalterische Aufwand, die Zahl der Beschäftigten und die Höhe des Umsatzes sind wichtige Kriterien für einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb. Für derartige Kaufleute gelten die Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB).  

Zu Beginn der gewerblichen Tätigkeit wird der Betrieb i. d. R. nach Art oder Umfang keinen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordern. Insoweit ist die Eintragung in das Handelsregister nicht gesetzlich vorgeschrieben. Der Gewerbetreibende kann sich aber auf Wunsch in das Handelsregister eintragen lassen und auf diese Weise die Kaufmannseigenschaft nach dem HGB erwerben. 

Dies gilt auch für Personengesellschaften. Wollen zwei oder mehr Personen gemeinsam ein Gewerbe beginnen, so können sie zwischen der nicht im Handelsregister eingetragenen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR oder BGB-Gesellschaft) und der im Handelsregister eingetragenen offenen Handelsgesellschaft (oHG) oder einer Kommanditgesellschaft (KG) wählen (Einzelheiten siehe oHG und KG). 

Vor- und Nachteile im Überblick

  • Die im Handelsregister eingetragene Firma ist geschützt, kann weitergeführt werden und wertet das Image des Unternehmens auf.
  • Die Bildung einer Sachfirma, gemischten Firma oder Personenfirma schafft Freiheit. 
  • Die Eintragung einer selbstständigen Zweigniederlassung ist zugelassen. 
  • Die Eintragung einer Prokura in das Handelsregister ist möglich (§ 53 HGB). 
  • Die Erklärung einer selbstschuldnerischen Bürgschaft ist möglich (§ 349 HGB). 
  • Die Formfreiheit der Bürgschaftserklärung (auch mündlich) hat Vor– und Nachteile (§ 350 HGB).
  • Die Bestellung als Handelsrichter ist möglich.
  • Es besteht Buchführungspflicht nach HGB (§ 238 HGB).
  • Die Kosten der Handelsregistereintragung sind beachtlich.
  • Das Schweigen des Kaufmanns kann als Annahme gelten (§ 362 HGB).
  • Unverzügliche Mängelrüge bei Handelsgeschäften ist vorgeschrieben (§ 377 HGB).

Ansprechpartner

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