01.03.2013 - 11:17 Uhr

WiM-Serie (3): Web-Applikationen im modernen Onlinehandel

Onlinehandel als Erfolgsgrundlage

Richard Becker und Matthias Walter aus Würzburg. Ihr Unternehmen unterstützt Kunden bei der Entwicklung und Einrichtung von E-Commerce-Lösungen und Web-Applikationen im modernen Onlinehandel.

Der Onlinehandel boomt seit Jahren - und seine Bedeutung wächst weiter. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, vertreiben immer mehr Unternehmen parallel zu ihren klassischen Läden ihre Produkte, Waren und Dienstleistungen über das Internet. Eine Entwicklung, die sich Richard Becker und Matthias Walter 2009 zunutze machten und den Schritt der Unternehmensgründung wagten. Mithilfe von Magento, einem neuen Open-Source-System zur Erstellung von Onlineshops, unterstützen sie Kunden bei der Umsetzung durchgängiger Geschäftsprozesse - vom Shopping über den Bezahlprozess bis hin zum Paketversand in der Logistik und einer möglichen Retourenabwicklung. Das Konzept geht auf: Am Standort Würzburg arbeiten derzeit sieben Mitarbeiter, davon vier Festangestellte.

„Bei der Gründung hatten wir den großen Vorteil, dass wir beide bereits freiberuflich in der Branche tätig waren und daher wussten, worauf wir achten müssen, um erfolgreich zu sein“, berichtet Walter. Er arbeitete zuvor als selbstständiger Softwareentwickler und ist zusammen mit Becker geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Ein weiterer Vorteil, neben der Marktkenntnis und den vor der Unternehmensgründung bereits bestehenden Kundenkontakten inklusive erworbener Referenzen, war der überschaubare Kapitaleinsatz. „Im Grunde brauchten wir einen PC, einen Schreibtisch, einen Stuhl, Strom, Internetzugang – und schon konnten wir starten.“, so Walter zu den Finanzierungskosten zu Beginn der Unternehmung.

Nachdem bei der Gründung zunächst die Rechtsform der GbR gewählt wurde, firmierte das Unternehmen 2011 um in die Rechtsform einer GmbH & Co. KG. „Da unser Geschäft wuchs und unsere internen Prozesse vielschichtiger und umfangreicher wurden, kam die Frage der persönlichen Haftung auf. Durch die Umfirmierung wollten wir den geänderten geschäftlichen Rahmenbedingungen Rechnung tragen und unsere Haftungsrisiken als Gesellschafter begrenzen“, so Walter. Ferner bot die neue Rechtsform weitere Vorteile: „Gerade gegenüber großen Kunden kann man eine entsprechende Seriosität und Solidität besser darstellen. Zudem können neue Gesellschafter später einfacher in das Unternehmen einsteigen als in eine GmbH“, ergänzt Becker zu den Vorteilen der gewählten Gesellschaftsform.

Zurzeit arbeiten die Unternehmer an der Erweiterung ihres Geschäftsmodells: Neben dem Kerngeschäft – der Umsetzung von E-Commerce-Projekten – wird bereits als zweites Standbein die Erstellung eigener Software-Produkte für Risk Management oder Logistik-Fulfillment vorangetrieben, um sich auf ein breiteres Fundament zu stellen. Durch die weit gefächerte Angebotspalette sowie durch geplante Partnerschaften mit Agenturen aus den Bereichen Multimedia und Werbung wollen Becker und Walter neue Kunden gewinnen, die bereits Shopsysteme betreiben, aber auch solche, die den Schritt hin zum Online-Shop noch nicht gewagt haben.

Steckbrief:

noovias GmbH & Co. KG, Sedanstr. 27, 97082 Würzburg,
Richard Becker, Matthias Walter

Die Idee                                  Softwarelösungen im Bereich E-Commerce

Das Startkapital                     5.000 Euro

Größte Herausforderung        Akquise qualifizierter Mitarbeiter im IT-Bereich

Pläne                                      Stabilisierung und Aufbau neuer Tätigkeitsfelder

 

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