01.02.2013 - 11:49 Uhr

WiM-Serie (2): maßgeschneidert und besonders

Haute Couture für sinnliche Momente

Nadja Klug aus Kitzingen. Die Gründerin der Modemarke "Frauenlust" entwirft maßgeschneiderte Haute Couture für Frauen mit "besonderem Anspruch".

"Wie für viele Frauen ist Mode für mich eine schöne Nebensache. Da ich mir viele der Designerstücke, die mir gefielen, meist nicht leisten konnte oder wollte, schneiderte ich sie mir einfach selbst." So schildert die gelernte Schneidermeisterin und Designerin ihre ersten Schritte hin zur eigenen Modemarke. Ihre Kreationen begeisterten schnell Freunde und Bekannte, sodass sie im Frühjahr 2009 den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Heute vertreibt und entwirft sie zusammen mit Designerin Heike Flegel in ihrem Atelier in Kitzingen unter der Marke "Frauenlust" vier Linien: "Sinnliche Kleiderträume", "Sexy Mama", "Beach Walk" und "Lounge Wear".

Nach ihrem Geschäftsmodell gefragt, meint Klug, dass sie auf  die individuellen Wünsche und die Einzigartigkeit der Kundinnen eingehe. "Unsere Mode kommt nicht von der Stange, sondern ist limitiert und an den exklusiven und hochwertigen Vorstellungen der Damen ausgerichtet." Mit den vier Modelinien decke man alle Lebensbereiche ab, damit die Kundinnen durch Styling und Individualität punkten könnten, so die Jungunternehmerin.

Dass der bekannte Grundsatz „Aller Anfang ist schwer.“ gerade für Existenzgründer gilt, kann Klug bestätigen: „Ich entschloss mich spontan zur Gründung, weshalb meine Vorbereitungen im Hinblick auf eine umfangreiche Planung von Finanzierung und Förderung wegfielen“. Zwar habe sich die Modedesignerin im Rahmen einer Marktanalyse mit potenziellen Kundenkreisen oder Absatzchancen beschäftigt, insbesondere die Notwendigkeit einer umfassenden Finanzplanung habe sie jedoch nicht in ihrer gesamten Tragweite erkannt. Die Inanspruchnahme vieler Förderprogramme sei daher nicht mehr möglich gewesen, da diese meist dann zu beantragen sind, bevor das Vorhaben begonnen wird. „Eine intensive und gründliche Vorbereitung in Sachen Finanzierung ist entscheidend, um die stets auftretenden Anfangsprobleme zu überbrücken und wichtige Investitionen tätigen zu können. Diesen Aspekt habe ich unterschätzt, konnte diesen Fehler jedoch durch Eigenleistung und einen langen Atem ausgleichen.“, so die Unternehmerin zu ihren Startschwierigkeiten.

Eine Besonderheit ihres Modelabels: „Frauenlust“ legt nicht nur hohen Wert auf Regionalität – alle Produktionsschritte finden in der Region statt – Klug gibt mit ihrem Erfolg auch der Region etwas zurück. Mit jedem Kauf unterstützen die Kundinnen den Wildwasser Würzburg e.V., der sich gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen engagiert.

Nach ihren Zielen für die Zukunft gefragt nennt Klug den Bekanntheitsgrad ihrer Modelinie, den sie weiter steigern möchte: „Einen Online-Shop habe ich bereits Ende 2009 eingerichtet, entscheidend ist aber die Qualität und Individualität der Kleidungsstücke. Mittelfristig möchte ich „Frauenlust“ als qualitativ hochwertige Haute Couture aus Kitzingen in Deutschland darüber hinaus etablieren.“ Ein weiterer Schritt hierzu fand jüngst bereits statt: Seit November 2012 gibt es „Frauenlust“ im „Auth of Munich“, einem exklusivem Laden im Herzen Münchens, zu kaufen.

Steckbrief:

Frauenlust, Sommerleite 17, 97318 Kitzingen, Nadja Klug

Die Idee                                  Haute Couture

Das Startkapital                     20.000 Euro

Die größte Herausforderung  Geringe finanzielle Mittel bei der Gründung

Die Pläne                                Steigerung der Bekanntheit des Modelabels

 

 

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