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Monitoring-Ergebnisse für Mainfranken 2014

Versorgungssicherheit wird kritischer

Auch an der Befragung 2016 zum Energiewendebarometer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) haben sich deutschlandweit rund 2.200 Unternehmen beteiligt.

Damit ist die Rücklaufquote gleichbleibend hoch.

An der Befragung nahmen auch 38 mainfränkische Unternehmen teil. Deren Antworten bilden die Grundlage für die regionale Auswertung.

Der Barometerwert in Mainfranken ist in diesem Jahr mit -6,25 im Vergleich zum Vorjahr (-3,13) deutlich gesunken. Damit sieht die mainfränkische Wirtschaft die Auswirkungen der Energiewende auf ihr Unternehmen wesentlich negativer als die Betriebe in ganz Deutschland (+0,8).

Wie in den Vorjahren sieht die Industrie allgemein die Auswirkungen der Energiewende auf ihre Unternehmen am negativsten. In Deutschland liegt der Barometerwert der Industrie bei -13,2 in Mainfranken gar bei -23,08.

Mobilität: Alternative Antriebe noch in den Kinderschuhen

Bezüglich der Frage, ob die Unternehmen beabsichtigen, Elektrofahrzeuge anzuschaffen oder zu leasen stimmt die mainfränkische Wirtschaft weitestgehend mit dem deutschlandweiten Schnitt überein. Demnach haben 40 Prozent der Unternehmen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in ihrer Flotte oder planen eine solche Anschaffung.

Als wesentliche Gründe für die zögerliche Haltung der Unternehmen in Bezug auf alternative Antriebe werden mit 45 Prozent der Antworten die technischen Möglichkeiten der Fahrzeuge genannt, die oft nicht mit dem Anforderungsprofil der Unternehmen übereinstimmen. Darunter fallen zum Beispiel Reichweite und Ladezyklen. Eine mangelnde Wirtschaftlichkeit geben dagegen „nur“ 25 Prozent der befragten Unternehmen an, fehlende Lade- und Tankstelleninfrastruktur ist für rund 30 Prozent der Unternehmen ein Hinderungsgrund für die Anschaffung solcher Fahrzeuge.

Energieeffizienz: Wichtig und zunehmend knifflig

In puncto Einsparpotenziale beim Energieverbrauch sind die Unternehmen in diesem Jahr weniger positiv eingestellt als noch im Letzen. Immer mehr Unternehmen sehen gar keine Einsparpotenziale mehr. Auch Einsparpotenziale von mehr als fünf Prozent scheinen vielen Unternehmen nicht mehr realistisch. Das mag auch daran liegen, dass sowohl aus Unternehmersicht als auch objektiv in den letzten Jahren viel in die Energieeffizienz investiert wurde. So konnten die sogenannten „low hanging fruits“ bereits abgeerntet werden. Zusätzliche Einsparungen bedürfen erhöhten Aufwand. Lediglich ein Einsparpotenzial von zwei bis fünf Prozent scheint nun für die meisten Unternehmen realistisch.

Mainfränkische Unternehmen setzen – fast noch ein wenig stärker als die Unternehmen der gesamtdeutschen Auswertung – auf Energieeffizienz. Die Möglichkeit, Energiekosten einzusparen wird aktuell in rund 74 Prozent der Unternehmen genutzt. Dabei steht als Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz die Qualifikation und Information der Mitarbeiter an oberster Stelle. Zwei Drittel der befragten Unternehmen setzt auf die Belegschaft in Sachen Energieeffizienz. Knapp die Hälfte der Unternehmen (45 Prozent) tätigen Investitionen in neue Effizienztechnologien.

Netzausbau: Die wichtigste Forderung der Unternehmen

Die mainfränkischen Betriebe stellen in etwa die gleichen Forderungen zu politischen Maßnahmen um die Energieversorgung sicher, bezahlbar und umweltverträglich zu gestalten wie die gesamtdeutschen Betriebe. Als wichtigste Maßnahme sehen die Unternehmen die Unterstützung des Netzausbaus; 78 Prozent deutscher Unternehmen und 66 Prozent mainfränkischer Unternehmen fordern dies. Die weiteren meistgenannten Forderungen bei mainfränkischen Betrieben waren „Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen“ (55 Prozent), sowie „Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt stärken“ (53 Prozent).

Ansprechpartner

Jacqueline Escher

M. Sc. Geographie

Referentin Umwelt und Energie

Würzburg

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Oliver Freitag

Diplom-Ingenieur (FH)

Bereichsleiter Innovation und Umwelt

Würzburg

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