(Stand: 24.01.2022)

Einschränkungen für Gewerbetreibende

Regelungen in Bayern:

Auf der Seite der bayerischen Staatskanzlei finden sich die bisher ergangenen Vorschriften und die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) vom 23. November 2021. Diese gilt bis zum Ablauf des 09. Februar 2022. Die Begründung zur 15. BayIfSMV finden Sie hier: BayMBl. 2021 Nr. 827 - Verkündungsplattform Bayern (verkuendung-bayern.de) Die Änderungsverordnung zur 15. BayIfSMV vom 17. Januar 2022 finden Sie hier: BayMBl. 2022 Nr. 41 - Verkündungsplattform Bayern (verkuendung-bayern.de) und deren Begründung hier: BayMBl. 2022 Nr. 42 - Verkündungsplattform Bayern (verkuendung-bayern.de).

Zur aktuellen Fassung der 15. BayIfSMV

Aktuell:  Die Hotspot-Lockdown-Regelung bei Überschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 1.000 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt findet bis einschließlich 28. Januar 2022 keine Anwendung. Grund ist, dass die der Regelung des § 15 BayIfSMV zu Grunde liegende Annahme der Notwendigkeit eines regionalen Hotspot-Lockdowns zur Vermeidung der drohenden Überlastung des Gesundheitssystems nicht in gleichem Maße auf die Variante Omikron und die aktuelle Infektionslage übertragbar ist. Um dem durch die Variante Omikron geänderten Infektionsgeschehen zu begegnen, ist eine baldige Anpassung der Hotspot-Regelung geplant. Der Vollzug der Regelung wird daher einstweilen ausgesetzt, um zu vermeiden, dass einzelne Landkreise oder kreisfreie Städte aufgrund der bisherigen Inzidenzschwelle für wenige Tage den Beschränkungen eines regionalen Hotspot-Lockdowns unterliegen.

Die 15. BayIfSMV wurde bis einschließlich 09. Februar 2022 verlängert.

In der Gastronomie bleibt es bei der 2G-Regelung für Gäste.

Personen, die eine Auffrischungsimpfung nach einer Grundimmunisierung – einschließlich deren Optimierung gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für den Impfstoff Janssen von Janssen-Cilag International (Johnson & Johnson) – erhalten haben, gelten in Bezug auf die 2G plus-Zugangsregelungen als getestet. Anders als bisher gilt dies nun unmittelbar ab Erhalt der Auffrischungsimpfung und nicht mehr erst nach Ablauf von 14 Tagen nach der Impfung. Diese „geboosterten“ Personen können daher unmittelbar nach Erhalt der Auffrischungsimpfung Zugang zu den 2G plus-Einrichtungen und -Veranstaltungen erhalten, ohne einen zusätzlichen Testnachweis vorlegen zu müssen – vorbehaltlich abweichender bundesrechtlicher Regelungen für bestimmte Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime. Gleiches gilt für Personen, die nach vollständiger Immunisierung eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 überstanden haben. Auch hierbei gilt, dass für Personen, die mit dem Impfstoff Janssen geimpft wurden eine vollständige Immunisierung erst vorliegt, wenn zusätzlich zur erstmaligen Gabe des Impfstoffs Janssen deren Optimierung durch eine weitere Impfstoffgabe gemäß der Empfehlung der STIKO für den Impfstoff Janssen erfolgte.

Die Altersgrenze, bis zu der Kinder bei den allgemeinen Kontakt- und Zugangsbeschränkungen außer Betracht bleiben, wurde von 12 Jahren und 3 Monaten auf 14 Jahre angehoben.

Der BayVGH hat mit Beschluss vom 19. Januar 2022 einem Eilantrag stattgegeben und damit die 2G‑Regelung im bayerischen Einzelhandel mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt. Der BayVGH hat dies damit begründet, dass sich die Reichweite der Ausnahmeregelungen von 2G nicht mit hinreichender Klarheit aus der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ergebe. Dies wäre mit dem Infektionsschutzgesetz als gesetzlicher Grundlage aber erforderlich. Nach dieser Begründung wäre es möglich, in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entsprechend nachzubessern und 2G wieder in Kraft zu setzen. Staatsminister Florian Herrmann hat aber unmittelbar nach der Bekanntgabe des VGH‑Beschlusses erklärt, dass 2G im Handel in Bayern komplett ausgesetzt wird.

Für Betreiber und Beschäftigte der Ladengeschäfte verbleibt es bei der 3G-Regelung des § 28b IfSG. 

Einen detaillierten Überblick hierzu erhalten Sie in den FAQ zur 2G-Regel im Einzelhandel des Bayerischen Wirtschafts- und des Gesundheitsministeriums.

Es gilt

  • 2G auch für die Außengastronomie.
  • ein Alkoholverbot auf belebten öffentlichen Flächen.
  • ein Verbot von Tanzveranstaltungen, soweit es sich nicht um Sportausübung handelt.
  • für große überregionale Sportveranstaltungen (wie etwa Bundeligaspiele), Kulturveranstaltungen und vergleichbare große und überregionale Veranstaltungen: Diese müssen ohne Zuschauer stattfinden.

Die 15. BayIfSMV regelt folgende Verschärfungen:

  • Für Bayern ist mit Beschluss des Landtags die epidemische Notlage festgestellt worden.
  • Für Ungeimpfte gelten folgende Kontaktbeschränkungen für private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum: Diese dürfen sich nur mit Angehörigen des eigenen Hausstands sowie maximal zwei Angehörigen eines weiteren Hausstands treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit.
  • Für Geimpfte und Genesene gelten ebenfalls Kontaktbeschränkungen: Bei privaten Zusammenkünften außerhalb der Gastronomie, an denen ausschließlich Personen teilnehmen, die im Sinne des § 2 Nr. 2 und 4 SchAusnahmV geimpft oder genesen sind, sind maximal zehn Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren bleiben hierbei außer Betracht.

2G wurde ausgeweitet:

  • gilt wie bisher in Gastronomie und Beherbergung. FFP2-Maskenpflicht, außer am Platz
  • bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren
  • in Hochschulen, der außerschulischen Bildung, Musikschulen, Fahrschulen und Volkshochschulen
  • in der beruflichen Aus- und Weiterbildung
  • in Bibliotheken und Archiven
  • bei Veranstaltungen von Parteien und Wählervereinigungen
  • Seilbahnen.

Ausnahmen von 2G:

  • Großhandel und Einzelhandel mit Handelsangeboten zur Deckung des täglichen Bedarfs.
  • Medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen, etwa Physiotherapie
  • bei Prüfungen. Hier gilt 3G plus.
  • ungeimpfte minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden. Sie haben bis zum 09. Februar 2022 Zutritt zur eigenen Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten, auch in Gastronomie und Beherbergungsbetrieben.
  • Kinder unter 14 Jahren.
  • Prüfungen, die bereits am 24. 11.2021 laufen, sind von den Änderungen nicht betroffen.

2G plus (zusätzlich zum Impf- oder Genesenennachweis ist ein negativer Test erforderlich) gilt für:

  • Kulturbereich, etwa Oper, Theater, Bühnen, Kinos, Museen, Ausstellungen
  • Sportveranstaltungen als Zuschauer, auch unter freiem Himmel
  • Indoorsportausübung
  • öffentliche und private Veranstaltungen in nichtprivaten Räumlichkeiten
  • Messen, Tagungen, Kongresse
  • Freizeiteinrichtungen, etwa Bäder, Thermen, Saunen, Solarien, Fitnessstudios, Führungen in geschlossenen Räumen, Schauhöhlen und Besucherbergwerke, Indoorspielplätze.

Ausnahme: Geimpfte Personen, die zusätzlich zur Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, gelten unmittelbar nach dieser Impfung im Rahmen der Zugangsregelungen als getestet. Gleiches gilt für Personen, die nach vollständiger Immunisierung eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 überstanden haben. Diese Personen können daher Zugang zu den 2G plus-Einrichtungen und -Veranstaltungen erhalten, ohne einen zusätzlichen Testnachweis vorlegen zu müssen. Dies gilt nicht für bundesrechtlich abweichend geregelte Bereiche, wie etwa Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime. 

Zusätzlich zu 2G plus gilt:

  • Es gelten Personenobergrenzen. Es darf nur maximal ein Viertel der Kapazität genutzt werden. Messen dürfen nur ein Viertel der bisherigen Besucherzahlen zulassen, also höchstens 12.500 Personen täglich.
  • Überall muss Maske getragen werden.
  • Zu Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, muss der Mindestabstand eingehalten werden.
  • Für private und öffentliche Veranstaltungen in nicht privaten Räumlichkeiten gilt eine Personenobergrenze. Entweder 25 Prozent der Kapazität oder der Mindestabstand gilt als Richtschnur. Bei privaten Zusammenkünften außerhalb der Gastronomie, an denen ausschließlich Personen teilnehmen, die im Sinne des § 2 Nr. 2 und 4 SchAusnahmV geimpft oder genesen sind, sind maximal zehn Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren bleiben hierbei außer Betracht. Private Zusammenkünfte, die innerhalb der Gastronomie nach Gastronomieregeln stattfinden, sind hierbei ausgenommen. Für private Veranstaltungen und damit auch für private Veranstaltungen, die innerhalb der Gastronomie in getrennten Räumen (geschlossene Gesellschaft) nach den Veranstaltungsregeln stattfinden, gilt hingegen die Personenobergrenze.

2G mit Kapazitätsbeschränkungen:

Folgende Einrichtungen und Veranstaltungen, die bisher nach 2G plus zugänglich waren, sind nun ohne ergänzenden Test nach 2G zugänglich:

  • Sportstätten zur eigenen sportlichen Betätigung unter freiem Himmel
  • öffentliche und private Veranstaltungen unter freiem Himmel (ausgenommen Sport- und Kulturveranstaltungen)
  • Zoologische und botanische Gärten (inklusive Innenbereiche),
  • Gedenkstätten (inklusive Innenbereiche),
  • Freizeitparks (inklusive Innenbereiche), 
  • Ausflugsschiffe außerhalb des Linienverkehrs
  • Führungen unter freiem Himmel

Die übrigen für diese Einrichtungen und Veranstaltungen bisher zusätzlich geltenden Bestimmungen, insbesondere die Kapazitätsgrenze, bleiben bestehen.

Weitere Regelungen:

  • In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde von 22 Uhr bis 5 Uhr.
  • Discos, Clubs, Bars werden geschlossen.
  • Alle Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte sind abgesagt.

Sonderregeln für Hotspots in Kreisen mit einer Inzidenz von über 1.000 (Regionaler Hotspot-Lockdown):

- Die Regelung wird vom 14. Januar 2022 bis einschließlich 28. Januar 2022 ausgesetzt -

Für Landkreise oder kreisfreie Städte mit einer Inzidenz von über 1.000 gelten Verschärfungen.

  • Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde macht unverzüglich amtlich bekannt, sobald in ihrem Gebietsbereich die vom Robert Koch-Institut im Internet veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den Wert von 1000 überschreitet. In diesem Fall gelten ab dem nächsten auf die Bekanntmachung folgenden Tag die Regeln für Hotspots.
  • Die Regelungen werden zurückgenommen, wenn die Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 1.000 liegt. Dies gilt entsprechend ab dem nächsten auf die Bekanntmachung folgenden Tag.

Regionaler Hotspot-Lockdown bedeutet:

  • es wird alles geschlossen, was bisher 2Gplus, 2G, 3G plus und 3G war:
    • Verboten bzw. geschlossen sind Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen, die Gastronomie, die Beherbergung, körpernahe Dienstleistungen (außer Friseure, medizinische, therapeutische oder pflegerische Leistungen), Sport- und Kulturstätten sowie die Präsenzangebote von Hochschulen, außerschulischen Bildungseinrichtungen und der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung, Musik- und Hochschulen mit Ausnahme von Prüfungen in Präsenz.
  • Die Beherbergung für zwingend erforderliche und unaufschiebbare nichttouristische Aufenthalte, etwa unabwendbare Dienstreisen, bleibt möglich
  • Die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken in der Gastronomie bleiben möglich. Der Verzehr vor Ort ist untersagt.
  • Der Handel wird nicht geschlossen, dort ist jedoch nur ein Kunde pro 20 qm Verkaufsfläche zulässig.
  • Nicht körpernahe Dienstleistungen wie Reisebüros sowie Handwerksbetriebe bleiben geöffnet. Für diese Betriebe gelten die strengen Begrenzungen, somit 20 qm pro Kunde.
  • Schulen und Kitas bleiben geöffnet. Hier wird auf Maske und Testen gesetzt.
  • Medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen sind uneingeschränkt zugänglich.
  • Wettkampf- und Trainingsbetrieb von Berufssportlern bleibt erhalten. Zuschauer sind nicht erlaubt.

Weitere Regelungen:

  • Besteht Maskenpflicht, muss wieder FFP2-Maske getragen werden. Eine medizinische Maske reicht nicht mehr. Für Beschäftigte gilt während ihrer dienstlichen Tätigkeit die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen. Es ist grundsätzlich eine medizinische Maske zu tragen, der Arbeitgeber entscheidet über das Wie der Maske am Arbeitsplatz gemäß seiner arbeitsschutzrechtlichen Gefährdungsbeurteilung.
  • Strikte Kontrollen sollen sicherstellen, dass diese Regeln eingehalten werden.
  • Krankenhäuser, Pflegeheime: Nicht geimpfte oder nicht genesene Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen müssen mindestens zweimal wöchentlich einen negativen PCR-Test oder arbeitstäglich einen negativen Schnelltest vorlegen. Besucher in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern müssen bei jedem Besuch einen negativen Schnelltest vorweisen.
  • Im ÖPNV bleibt es bei den bisherigen Regeln (3G, keine Kapazitätsgrenze). Der touristische Reisebus- und Bahnverkehr sowie Ausflugsschiffe im Linienverkehr werden wie der ÖPNV behandelt.
  • Bei Prüfungen in der beruflichen Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung gilt 3G Plus.
  • In Schulen gilt seit den Herbstferien wieder Maskenpflicht.

Weitere wichtige Hinweise zur Auslegung finden Sie in den  FAQ des bay. Innenministeriums sowie den Informationen des bay. Gesundheitsministeriums. Auch das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat weiterführende Hinweise auf seiner Seite.

Daneben hat die Regierung von Unterfranken hilfreiche Links und Hinweise für Unternehmen zusammengestellt.

Quarantäne und Isolation:

Zum 12. Januar 2022 werden die Regelungen zur Quarantäne für Kontaktpersonen und zur Isolation in Bayern geändert:

• Zukünftig sollen Personen mit Auffrischungsimpfung (Booster) von der Quarantäne ausgenommen werden. Auch frisch Geimpfte oder frisch Genesene soll die Quarantäne ausgesetzt werden.

• Für alle anderen beträgt die Dauer von Isolation oder Quarantäne zehn Tage. Eine Freitestung ist nach sieben Tagen durch einen PCR-Test oder einen Antigen-Schnelltest mit Nachweis möglich. Für Personen in Isolation gilt dies nur, wenn sie vor dem Test 48 Stunden symptomfrei waren.

• Für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen ist ein Freitesten nach sieben Tagen nur möglich mit einem PCR-Test. Zudem müssen sie 48 Stunden vor dem Test bereits symptomfrei sein.

Die Allgemeinverfügung zur Quarantäne von Kontaktpersonen und von Verdachtspersonen, Isolation von positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getesteten Personen (AV Isolation) vom 31. August 2021 nebst deren Änderungen sowie eine konsolidierte Lesefassung finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

Bundesweit einheitliche Corona-Regeln: 3G am Arbeitsplatz und Home Office-Pflicht

Am 24. November 2021 sind weitgehende Änderungen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) in Kraft getreten. Die FAQ des Bundesarbeitsministeriums beantworten viele Fragen zum betrieblichen Infektionsschutz. 

Für Arbeitgeber sind insbesondere diese beiden Regelungen wichtig:

  • 3G am Arbeitsplatz bundesweit
  • Home Office-Pflicht

Die neue bundesweite Regelung hierzu findet sich im geänderten § 28b IfSG. Sie gilt bis zum Ablauf des 19. März 2022 und kann um bis zu drei Monate verlängert werden. Es kommt nicht auf die Feststellung eines bestimmten Infektionsgeschehens oder einer Belastung des Gesundheitssystems an.

3G am Arbeitsplatz

Die wesentlichen Punkte der Regelung, insbesondere Unterschiede zur bisherigen Regelung in Bayern sind:

  • 3G gilt in allen Betrieben, unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten.
  • 3G am Arbeitsplatz gilt in allen Branchen, auch im Handel.
  • Der G-Nachweis ist für das Betreten von Arbeitsstätten erforderlich. Das Gesetz enthält keine Beschränkung auf geschlossene Räume.
  • Nach dem Gesetzeswortlaut sind alle Arbeitsstätten erfasst, „in denen physische Kontakte von Arbeitgebern und Beschäftigten untereinander oder zu Dritten nicht ausgeschlossen werden können“.
  • 3G gilt auch für vom Arbeitgeber durchgeführte Transporte von Beschäftigten zur und von der Arbeitsstätte.
  • Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die 3G-Nachweise beim Zutritt zur Arbeitsstätte zu kontrollieren und regelmäßig zu dokumentieren. Zu diesem Zweck darf er den G-Status der Beschäftigten erfassen und speichern.
  • Arbeitgeber und Beschäftigte müssen einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis mit sich führen, zur Kontrolle verfügbar halten oder beim Arbeitgeber hinterlegen.
  • Nicht Geimpfte oder nicht Genesene müssen an jedem Arbeitstag einen Testnachweis vorlegen. Möglich sind Selbsttests unter Aufsicht, Schnelltests durch geschultes Personal oder PCR-Tests.
  • Der Arbeitgeber hat weiterhin nach der Corona-Arbeitsschutzverordnung zwei Selbsttests pro Woche anzubieten. Für die darüber hinausgehenden Tests haben die Beschäftigten grundsätzlich selbst zu sorgen.

Änderung der Sonderregeln in Bayern:

  • Für Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige von Unternehmen, für deren Kunden 2G plus gilt, etwa Bäder, Thermen, Saunen, Solarien, Fitnessstudios gilt nun 3G nach § 28b IfSG entsprechend. Ungeimpfte und nicht genesene Betreiber, Beschäftigte etc. benötigen also arbeitstäglich einen Testnachweis (Selbsttest unter Aufsicht möglich). Sofern die dem Testnachweis zugrunde liegende Testung mittels PCR-Test erfolgte, darf diese höchstens 48 Stunden zurückliegen.
  • Entsprechendes gilt für Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige von Unternehmen, für deren Kunden 2G gilt, also in der Gastronomie, dem Beherbergungswesen, Freizeitparks, den Hochschulen, Bibliotheken und Archiven, außerschulischen Bildungsangeboten einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Musikschulen, Fahrschulen und der Erwachsenenbildung und infektiologisch vergleichbaren Bereichen, Veranstaltungen von Parteien und Wählervereinigungen und Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist und die keine medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen sind (körpernahe Dienstleistungen).

Home Office Pflicht

§ 28b Abs. 4 IfSG verpflichtet den Arbeitgeber, den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.


Informationen zur Lage in Ihrem Landkreis/Ihrer kreisfreien Stadt finden Sie auf der jeweiligen Internetseite:

Die inzidenzabhängige Einstufung wird wie folgt vorgenommen:

  • Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die vom Robert Koch-Institut (RKI) im Internet veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den für die Regelung maßgeblichen Schwellenwert, so treten dort die von der Regelung verfügten Maßnahmen ab dem übernächsten darauf folgenden Tag in Kraft.
  • Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Tagen die vom RKI im Internet veröffentlichte 7-Tage-Inzidenz den für die Regelung maßgeblichen Schwellenwert, so treten dort die von der Regelung verfügten Maßnahmen ab dem übernächsten darauf folgenden Tag außer Kraft.
  • Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde hat unverzüglich amtlich bekanntzumachen, sobald ein relevanter Schwellenwert der 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über- oder an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde.

Demnach muss insbesondere die zuständige Kreisverwaltungsbehörde nach drei Tagen eine Festlegung treffen, wenn die Werte ansteigen, jedoch erst nach fünf Tagen, wenn die Werte wieder fallen.

Eine Übersicht der 7-Tage-Inzidenzen in Bayern nach Regionen finden Sie außerdem auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren, für Sport und Integration.


Allgemeines Abstandsgebot: Jeder wird angehalten, wo immer möglich zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten und auf ausreichende Handhygiene zu achten. In geschlossenen Räumlichkeiten ist auf ausreichende Belüftung zu achten. Wo die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 m zu anderen Personen nicht möglich ist, wird unbeschadet von den expliziten Regelungen zur Maskenpflicht empfohlen, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.


Der Nachweis einer vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff steht ab Tag 15 nach der abschließenden Impfung dem erforderlichen Testnachweis gleich, wie auch die nachgewiesene SARS-CoV-2-Infektion, die höchstens sechs Monate, aber zumindest 28 Tage zurückliegt. Auch darf keine aktuelle Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegen wie auch keine typischen Symptome. Bei Kontaktbeschränkungen oder Ausgangssperren sind diese Personen grundsätzlich ausgenommen, genauso wie von einer etwaigen Testpflicht nach dieser Verordnung, vorbehaltlich abweichender landes- oder bundesrechtlicher Regelungen (vgl. hierzu auch die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV).


Müssen Kontaktdaten erhoben werden, so betrifft das Namen und Vornamen, Anschrift und eine sichere Kontaktinformation (Telefonnummer, E-Mail-Adresse), sowie den Zeitraum des Aufenthaltes. Dies ist auch in elektronischer Form möglich. Diese Daten müssen nach vier Wochen gelöscht werden.


Zur Verfolgbarkeit der Einhaltung der Regelungen wurde seitens der Bayerischen Regierung am 26. November 2021 ein entsprechender Bußgeldkatalog erlassen.

Die Regelungen auf einen Blick

1. Veranstaltungen und Zusammenkünfte

Für private und öffentliche Veranstaltungen gelten Personenobergrenzen. Es darf nur maximal ein Viertel der Kapazität genutzt werden.

Tanzveranstaltungen sind, soweit es sich nicht um Sportausübung handelt, untersagt.

2G plus gilt bei Sportveranstaltungen für Zuschauer und für Kulturveranstaltungen, das heißt neben einem Impf- oder Genesenennachweis ist zusätzlich ein negativer Test erforderlich. Geimpfte Personen, die zusätzlich zur Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, gelten unmittelbar nach dieser Impfung im Rahmen der Zugangsregelungen als getestet. Gleiches gilt für Personen, die nach vollständiger Immunisierung eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 überstanden haben.

Zu großen überregionalen Sportveranstaltungen, Kulturveranstaltungen und vergleichbaren großen und überregionalen Veranstaltungen sind Zuschauer nicht zugelassen. Das Zuschauerverbot setzt voraus, dass beide Kriterien „groß“ und „überregional“ kumulativ vorliegen. Eine Veranstaltung ist groß, wenn nach der Kapazität der Veranstaltungsstätte zu der Veranstaltung nach Maßgabe der 15. BayIfSMV mehr als 500 Zuschauer kommen könnten. Überregional ist eine Kulturveranstaltung oder eine vergleichbare Veranstaltung dann, wenn zu ihr Besucher typischerweise überregional, insbesondere aus einem länderübergreifenden Umfeld, anreisen. Zutritt erhalten jedoch die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlichen Personen nach Maßgabe von 2G plus. Für Anbieter, Veranstalter und Beschäftigte gilt 3G.

Überall muss Maske getragen werden. Zu Personen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, muss der Mindestabstand eingehalten werden.

Für private und öffentliche Veranstaltungen in nicht privaten Räumlichkeiten gilt eine Personenobergrenze. Entweder 25 Prozent der Kapazität oder der Mindestabstand gilt als Richtschnur. Bei privaten Zusammenkünften außerhalb der Gastronomie, an denen ausschließlich Personen teilnehmen, die im Sinne des § 2 Nr. 2 und 4 SchAusnahmV geimpft oder genesen sind, sind maximal zehn Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren bleiben hierbei außer Betracht. Private Zusammenkünfte, die innerhalb der Gastronomie nach Gastronomieregeln stattfinden, sind hierbei ausgenommen. Für private Veranstaltungen und damit auch für private Veranstaltungen, die innerhalb der Gastronomie in getrennten Räumen (geschlossene Gesellschaft) nach den Veranstaltungsregeln stattfinden, gilt hingegen die Personenobergrenze. Für Ungeimpfte und Nichtgenesene gelten Kontaktbeschränkungen für private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum. Diese dürfen sich nur mit Angehörigen des eigenen Hausstands sowie maximal zwei Angehörigen eines weiteren Hausstands treffen.

Bei Veranstaltungen ab 1.000 Personen muss der Veranstalter ein Infektionsschutzkonzept nicht nur ausarbeiten und beachten, sondern auch unverlangt der Kreisverwaltungsbehörde vorab zur Durchsicht vorlegen.

Im Falle eines regionalen Hotspot-Lockdowns sind Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen untersagt.

Kontaktdaten sind bei allen größeren Veranstaltungen jeder Art mit mehr als 1.000 Personen in Gebäuden, geschlossenen Räumlichkeiten, Stadien oder anderweitig zutrittsbeschränkten Stätten zu erheben. Bei Letzteren handelt es sich um Örtlichkeiten im Innenbereich oder unter freiem Himmel, bei denen der Veranstalter den Zutritt durch natürliche oder künstliche Begrenzungen wie Türen, Zäune, Absperrungen oder schlichte Kontrollen begrenzt. Bei größeren Veranstaltungen, die von jedermann jederzeit auf verschiedenen Wegen besucht und verlassen werden können, etwa Märkten, nicht zutrittsbeschränkten Musikdarbietungen im öffentlichen Raum und vergleichbaren Veranstaltungen besteht keine Pflicht zur Kontaktdatenerfassung.

Für Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige mit Kundenkontakt gilt 3G.

2. Messen

Für Messen, Tagungen und Kongresse gilt 2G plus für Besucher, das heißt neben einem Impf- oder Genesenennachweis ist zusätzlich ein negativer Test erforderlich. Geimpfte Personen, die zusätzlich zur Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, gelten unmittelbar nach dieser Impfung im Rahmen der Zugangsregelungen als getestet. Gleiches gilt für Personen, die nach vollständiger Immunisierung eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 überstanden haben. Für Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige gilt 3G nach § 28b IfSG entsprechend. Ungeimpfte und nicht genesene Betreiber, Beschäftigte etc. benötigen also arbeitstäglich einen Testnachweis (Selbsttest unter Aufsicht möglich). Sofern die dem Testnachweis zugrunde liegende Testung mittels PCR-Test erfolgte, darf diese höchstens 48 Stunden zurückliegen..

Es gelten Personenobergrenzen. Es darf nur maximal ein Viertel der Kapazität genutzt werden. Messen dürfen nur ein Viertel der bisherigen Besucherzahlen zulassen, also höchstens 12.500 Personen täglich.

Im Falle eines regionalen Hotspot-Lockdowns finden keine Messen statt.

3. Gastronomiebetriebe, Clubs und Diskotheken

In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde von 22 Uhr bis 5 Uhr.

Im Übrigen gelten auch hier künftig die allgemeinen Regelungen zu 2G, zu 3G am Arbeitsplatz und zur Maskenpflicht. Es gilt FFP2-Maskenpflicht für Gäste, außer am Platz. 2G gilt auch für die Außengastronomie.

Es haben nur Gäste Zugang, die geimpft, genesen oder unter 14 Jahre alt sind (2G). Gäste, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, haben Zugang bei Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses im Original und eines negativen PCR-Tests. Zudem haben minderjährige Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Unterrichts regelmäßig getestet werden, Zugang zur eigenen Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten. Diese müssen jedoch vor Ort einen Schülerausweis oder ein vergleichbares Dokument vorweisen. Volljährige Schülerinnen und Schüler fallen nicht unter diese Ausnahme.

Für Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige gilt nun 3G nach § 28b IfSG entsprechend. Ungeimpfte und nicht genesene Betreiber, Beschäftigte etc. benötigen also arbeitstäglich einen Testnachweis (Selbsttest unter Aufsicht möglich). Sofern die dem Testnachweis zugrunde liegende Testung mittels PCR-Test erfolgte, darf diese höchstens 48 Stunden zurückliegen.

In geschlossenen Räumen ist Tanzen nicht zulässig. In geschlossenen Räumen sind Musikbeschallung und -begleitung nur als Hintergrundmusik zulässig, soweit es sich nicht um nach der 15. BayIfSMV zulässige Veranstaltungen handelt. Bei privaten Zusammenkünften außerhalb der Gastronomie, an denen ausschließlich Personen teilnehmen, die im Sinne des § 2 Nr. 2 und 4 SchAusnahmV geimpft oder genesen sind, sind maximal zehn Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren bleiben hierbei außer Betracht. Private Zusammenkünfte, die innerhalb der Gastronomie nach Gastronomieregeln stattfinden, sind hierbei ausgenommen. Es ist daher weiterhin möglich, auch privat mit mehr als zehn Personen in der Gastronomie zu speisen. Für private Veranstaltungen und damit auch für private Veranstaltungen, die innerhalb der Gastronomie in getrennten Räumen (geschlossene Gesellschaft) nach den Veranstaltungsregeln stattfinden, gilt hingegen die Personenobergrenze.

Der Betrieb von erlaubnisbedürftigen reinen Schankwirtschaften gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 und § 2 des Gaststättengesetzes ist untersagt.

Im Falle eines regionalen Hotspot-Lockdowns wird die Gastronomie geschlossen. Die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken in der Gastronomie bleiben möglich. Der Verzehr vor Ort ist untersagt.

Clubs, Diskotheken, Bordellbetriebe und vergleichbare Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.

Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen sowie Volksfeste sind untersagt. Jahresmärkte, insbesondere Weihnachtsmärkte, sind untersagt.

4. Handel, Dienstleistungen und Freizeiteinrichtungen

Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handelsangebote ist nur unter den Voraussetzungen von 2G zulässig, soweit diese nicht der Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Zugang haben daher nur Kunden, die geimpft oder genesen oder unter 14 Jahre alt sind. Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, haben Zugang bei Vorlage eines ärztlichen Attests im Original und eines negativen PCR-Tests. Für ungeimpfte und nicht genesene minderjährige Schülerinnen und Schüler besteht keine generelle Zulassung zu Ladengeschäften, die nicht der Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Für Inhaber und Beschäftigte gilt 3G.

Zum täglichen Bedarf gehören insbesondere der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Schuhgeschäfte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, der Verkauf von Presseartikeln und Tabakwaren, Filialen des Brief- und Versandhandels, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Baumärkte, Gartenmärkte, Spielwarengeschäfte, Bekleidungsgeschäfte, der Verkauf von Weihnachtsbäumen und der Großhandel.

Geschäfte, die sowohl Produkte verkaufen, die zum täglichen Bedarf gehören, als auch Produkte, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, können nach der Begründung der Änderungsverordnung vom 3. Dezember 2021 nur dann ohne 2G-Erfordernis öffnen, wenn die nicht zum täglichen Bedarf gehörenden Produkte innerhalb des Warensortiments des jeweiligen Geschäftes eine ganz untergeordnete Bedeutung haben. Andernfalls ist entweder ein Verzicht auf den Vertrieb der nicht zum täglichen Bedarf gehörenden Produkte, eine generelle Öffnung unter 2G-Bedingungen oder eine räumliche Trennung zwischen dem Geschäftsbereich mit Waren des täglichen Bedarfs und dem Geschäftsbereich mit sonstigen Waren erforderlich, bei der zugleich sichergestellt ist, dass den räumlich getrennten Geschäftsbereich mit Waren, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, nur Kunden betreten können, die nachweislich die 2G-Voraussetzungen erfüllen. Eine Mischung der Kunden, etwa im Kassenbereich, darf nicht erfolgen.

Für Betriebe des Groß- und Einzelhandels sowie Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe mit Kundenverkehr hat der Betreiber sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden eingehalten werden kann. Zudem gilteine maximale Kunden- bzw. Besucherbeschränkung von einem Kunden pro zehn Quadratmeter, im Falle eines regionalen Hotspot-Lockdowns von einem Kunden pro 20 Quadratmeter.

Bei Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist und die keine medizinischen, therapeutischen oder pflegerischen Leistungen (etwa Physiotherapie) sind, gilt die 2G-Regel. Zugang haben daher nur Kunden, die geimpft oder genesen oder unter 14 Jahre alt sind. Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, haben Zugang bei Vorlage eines ärztlichen Attests im Original und eines negativen PCR-Tests. Für Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige gilt nun 3G nach § 28b IfSG entsprechend. Ungeimpfte und nicht genesene Betreiber, Beschäftigte etc. benötigen also arbeitstäglich einen Testnachweis (Selbsttest unter Aufsicht möglich). Sofern die dem Testnachweis zugrunde liegende Testung mittels PCR-Test erfolgte, darf diese höchstens 48 Stunden zurückliegen.

Im Falle eines regionalen Hotspot-Lockdowns sind körpernahe Dienstleistungen verboten, außer Friseure und medizinische, therapeutische oder pflegerische Leistungen. Für nicht-körpernahe Dienstleistungen wie etwa Reisebüros gilt die Begrenzung von einem Kunden pro 20 Quadratmeter.

Dienstleister, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, müssen Kontaktdaten erheben.

Für Freizeiteinrichtungen wie etwa Sportstätten (indoor), Theater, Opern, Kinos, Bäder, Thermen, Saunen, Solarien, Fitnessstudios,  und ähnliche Einrichtungen gilt die 2G plus-Regel. Besucher und Gäste benötigen zusätzlich zum Impf- oder Genesenennachweis einen negativen Test. Geimpfte Personen, die zusätzlich zur Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, gelten unmittelbar nach dieser Impfung im Rahmen der 2G plus-Zugangsregelungen als getestet. Gleiches gilt für Personen, die nach vollständiger Immunisierung eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 überstanden haben.

Für Seilbahnen (Kabinenbahnen sowie Schlepp- und Sessellifte) gilt für Kunden (Besucher) 2G. Ein zusätzlicher Testnachweis ist nicht erforderlich. Für Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige von Unternehmen, für deren Kunden 2G plus (etwa Bäder, Thermen, Saunen, Solarien, Fitnessstudios) oder 2G gilt, gilt nun 3G nach § 28b IfSG entsprechend. Ungeimpfte und nicht genesene Betreiber, Beschäftigte etc. benötigen also arbeitstäglich einen Testnachweis (Selbsttest unter Aufsicht möglich). Sofern die dem Testnachweis zugrunde liegende Testung mittels PCR-Test erfolgte, darf diese höchstens 48 Stunden zurückliegen.

Es gelten Personenobergrenzen und es darf maximal ein Viertel der Kapazität genutzt werden. Die allgemeinen Regeln zur Maskenpflicht gelten. Für die Beförderung in geschlossenen Seilbahnen (Kabinenbahnen) wird die Kapazität herabgesetzt: Für die Beförderung von Personen aus mehr als einem Hausstand bei Kabinen bis einschließlich zehn Plätzen können maximal 75 % der Kapazität und bei Kabinen mit mehr als zehn Plätzen maximal 25 % der Kapazität, mindestens aber sieben Personen, zugelassen werden. Soweit in einer Kabine ausschließlich Personen aus einem Hausstand befördert werden, kann die Kapazität der Kabine vollständig genutzt werden.

Folgende Einrichtungen und Veranstaltungen, die bisher nach 2G plus zugänglich waren, sind nun ohne ergänzenden Test nach 2G zugänglich:

  • Sportstätten zur eigenen sportlichen Betätigung unter freiem Himmel
  • öffentliche und private Veranstaltungen unter freiem Himmel (ausgenommen Sport- und Kulturveranstaltungen)
  • Zoologische und botanische Gärten (inklusive Innenbereiche),
  • Gedenkstätten (inklusive Innenbereiche),
  • Freizeitparks (inklusive Innenbereiche), 
  • Ausflugsschiffe außerhalb des Linienverkehrs
  • Führungen unter freiem Himmel.

Die übrigen für diese Einrichtungen und Veranstaltungen bisher zusätzlich geltenden Bestimmungen, insbesondere die Kapazitätsgrenze, bleiben bestehen.

Im Falle eines regionalen Hotspot-Lockdowns werden Freizeiteinrichtungen inklusive Seilbahnen sowie Sport- und Kulturstätten geschlossen.

5. Beherbergung

Im Bereich der Beherbergung gilt 2G und FFP2-Maskenpflicht für Gäste, außer am Platz. Es haben nur Gäste Zugang, die geimpft, genesen oder unter 14 Jahre alt sind. Gäste, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, haben Zugang bei Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses im Original und eines negativen PCR-Tests. Zudem haben minderjährige Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Unterrichts regelmäßig getestet werden, Zugang zur eigenen Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten. Diese müssen jedoch vor Ort einen Schülerausweis oder ein vergleichbares Dokument vorweisen. Volljährige Schülerinnen und Schüler fallen nicht unter diese Ausnahme.Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen, insbesondere zur Maskenpflicht.

Für nichttouristische Beherbergungsaufenthalte gilt 3G plus: Ungeimpfte und nicht genesene Gäste müssen bei Ankunft und bei längeren Aufenthalten alle 48 Stunden einen negativen PCR Test vorlegen. Nichttouristisch sind insbesondere Aufenthalte zu beruflichen oder geschäftlichen Zwecken, für mehrtägige Fortbildungen, Lehrgänge, Prüfungen, zum Zweck von Hilfe und Beistand für nahestehende Personen. Auch für diese Aufenthalte gilt die Ausnahme vom 2G‑Erfordernis aber jeweils zusätzlich nur dann, wenn der Aufenthalt zwingend erforderlich und unaufschiebbar ist. Aufenthalte, deren Zweck auch zu einem späteren Zeitpunkt oder auf andere Weise als durch den Beherbergungsaufenthalt erreicht werden kann, etwa durch ein virtuelles Treffen, durch Fortbildungen, die nicht in Präsenz stattfinden müssen oder durch einen geschäftlichen Kontakt über Fernkommunikationsmittel, unterfallen nicht der Ausnahmeregelung.

Für Inhaber und Mitarbeiter gilt 3G nach § 28b IfSG entsprechend. Ungeimpfte und nicht genesene Betreiber, Beschäftigte etc. benötigen also arbeitstäglich einen Testnachweis (Selbsttest unter Aufsicht möglich). Sofern die dem Testnachweis zugrunde liegende Testung mittels PCR-Test erfolgte, darf diese höchstens 48 Stunden zurückliegen.

Zur Beherbergung gehören auch Ferienwohnungen und Campingplätze.

Im Falle eines regionalen Hotspot-Lockdowns ist nur noch eine Beherbergung bei zwingend erforderlichen und unaufschiebbaren nichttouristischen Aufenthalten zulässig.

Kontaktdaten sind nur noch bei einer Beherbergung in Gemeinschaftsunterkünften zu erheben. Eine Beherbergung in Gemeinschaftsunterkünften besteht, wenn Personen, die aus mehr als einem Hausstand stammen, in Schlafsälen, Matratzenlagern oder vergleichbaren sonstigen Mehrbettzimmern (z. B. in Jugendherbergen oder Berghütten) gemeinschaftlich untergebracht werden.

Die aktuellen Regelungen in Bayern

FAQs des Bayerischen Innenministeriums

Weitere wichtige Hinweisezur Auslegung finden Sie in den FAQ des Bayerischen Innenministeriums.

Zu den FAQs
Informationen des Bayerischen Wirtschaftsministeriums

Auf der Seite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums finden Sie eine tabellarische Übersicht zu den aktuell gültigen Regeln in Bayern und FAQ zur 2G-Regel im Einzelhandel. Da die derzeitige Infektionslage zu kurzfristigen Regeländerungen führen kann, beachten Sie bitte stets die aktuell gültige Fassung der Bayerischen Infektions­schutzmaßnahmen­verordnung, die Sie hier finden.

FAQ zu 2G im Einzelhandel und Datenschutz

FAQ-Sammlung zur Verarbeitung von 2G im Einzelhandel: Bitte beachten Sie, dass sich aufgrund des dynamischen Geschehens kurzfristige Änderungen ergeben können. Die FAQ-Sammlung bildet den Stand zum angegebenen Zeitpunkt ab.

Zu den FAQs

Hygienekonzepte

Hygienekonzept Gastronomie, Clubs und Diskotheken

Das bayerische Gesundheitsministerium hat in Zusammenarbeit mit den Verbänden für einige Branchen Mustervorgaben für Hygienekonzepte entwickelt:

Tourismus und Beherbergung

Das bayerische Gesundheitsministerium hat in Zusammenarbeit mit den Verbänden für einige Branchen Mustervorgaben für Hygienekonzepte entwickelt:

Hygienekonzept Kinos

Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien
für Digitales und für Gesundheit und Pflege.

Rahmenkonzept Rahmenkonzept für Kinos (vom 7.12.2021)
Veranstaltungen, Märkte & Messen

Das bayerische Gesundheitsministerium hat in Zusammenarbeit mit den Verbänden für einige Branchen Mustervorgaben für Hygienekonzepte entwickelt:

Hygienekonzept Sport, Bäder, Kureinrichtungen sowie Wellnessbereiche

Das bayerische Gesundheitsministerium hat in Zusammenarbeit mit den Verbänden für einige Branchen Mustervorgaben für Hygienekonzepte entwickelt:

Ausnahmen von der Maskenpflicht

Kunden in Handel und Dienstleistung sowie deren Begleitpersonen, die aufgrund einer Behinderung oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen keine Maske tragen können, sind von der Maskenpflicht befreit, sofern sie dies glaubhaft machen können, insbesondere mittels ärztlichen Attests. Können sie den Befreiungsgrund nicht glaubhaft machen, kann der Zutritt ohne Maske unter Bezugnahme auf das Hausrecht verwehrt werden.

Nach Aussage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege ist die Überprüfung, ob ein Befreiungsgrund für die Kunden und Begleitpersonen tatsächlich vorliegt, nicht Aufgabe des Betreibers eines Geschäftes, sondern liegt in der Zuständigkeit der Kreisverwaltungsbehörden. Zudem ist der Adressat eines etwaigen Bußgeldbescheides nicht der Ladenbetreiber, sondern die Kunden selbst. Ängste der Betreiber, für Verstöße in Haftung genommen zu werden, sind daher unbegründet.

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Die Informationen, die Merkblätter und Links enthalten, sind mit größter Sorgfalt zusammengestellt worden. Eine Gewähr für die Richtigkeit können wir nicht übernehmen

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