13.03.2020 - 13:09 Uhr

Spitzengespräch mit Wirtschaftsvertretern

IHK-Präsident Mapara begrüßt Corona-Management der Staatsregierung

© Getty Images/iStockphoto / yukipon

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München / Würzburg – Spitzengespräch in München zu Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung sowie dem Coronavirus in Bayern.

München / Würzburg – Beim einem Spitzengespräch in München am Freitag, 13.03.2020, haben die bayerische Wirtschaft – Spitzenvertreter des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), des Bayerischen Handwerkstages (BHT) und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft – gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung über den richtigen Umgang mit Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung sowie dem sich verbreitenden Corona-Virus in Bayern diskutiert.  

Der Präsident der IHK Würzburg-Schweinfurt Dr. Klaus D. Mapara, der gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Ralf Jahn an dem Gespräch teilgenommen hat, begrüßt das Corona-Management der bayerischen Staatsregierung: „Mit der Feststellung ‚whatever it takes‘ sendet der bayerische Ministerpräsident das klare Signal an die bayerische Wirtschaft, diese in der aktuellen Krise nicht im Stich zu lassen, etwa mit Liquiditäts- und Bürgschaftshilfen, Steuerstundungen und Ausnutzen von Ermessensspielräumen im Interesse der Unternehmen.“ Umgekehrt appelliert der IHK-Präsident auch an die mainfränkischen Unternehmen: „Im Rahmen eines Solidarpaktes mit der Politik müssen jetzt auch die Betriebe ihren Beitrag leisten: etwa durch großzügige Home-Office Lösungen, unkomplizierte Freistellung von Mitarbeitern und dort, wo möglich, Gestaltung von kontaktlosen Arbeitsplätzen.“  

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte nach dem Treffen: „Bayerns Wirtschaft kann sich auf die Staatsregierung verlassen. Wir werden alles tun, was möglich und hilfreich ist, um die Folgen für unsere Betriebe zu lindern und das Wirtschaftsleben aufrecht zu erhalten.“ Franz Xaver Peteranderl, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), begrüßte diese Zusage und betonte: „Es ist ein überaus wichtiges Signal, dass sich die Staatsregierung demonstrativ hinter die Betriebe stellt und gemeinsam mit den Spitzenorganisationen der bayerischen Wirtschaft Mittel und Wege sucht, um den Unternehmen in dieser schwierigen Zeit zu helfen.“ Konkret forderte Peteranderl ein Ende des „Belastungswettlaufs“ in den Bereichen Steuern, Abgaben, Bürokratie und Energiekosten, die den Unternehmen das Wirtschaften erschweren: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Betriebe und Bürger zu entlasten und als Gesellschaft zusammenzustehen.“  

Dr. Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), sagte: „Das A und O ist jetzt die Sicherung der Liquidität in den Betrieben, um eine drohende Insolvenzwelle eigentlich kerngesunder Unternehmen zu vermeiden. Die bayerischen IHKs schlagen deswegen ein Drei-Punkte-Programm mit zinsfreien Stundungen von Steuern und Sozialbeiträgen sowie staatlichen Kredit- und Bürgschaftsprogrammen vor, dazu einen staatlichen Notfallfonds für Kleinunternehmen. Die Lage ist überaus ernst: Laut IHK-Umfrage erwarten über 80 Prozent der befragten Betriebe in den kommenden Wochen Auswirkungen des Corona-Virus auf ihre Geschäfte. Die Hälfte der Firmen rechnet mit teilweise zweistelligen Umsatzeinbußen fürs Geschäftsjahr 2020. Zwei Drittel der Unternehmen plädieren für staatliche Unterstützungsmaßnahmen.“  

Wolfram Hatz, Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, erklärte: „Was die Unternehmen jetzt brauchen, ist Liquidität. Gerade deshalb danke ich den bayerischen Unterhändlern in der Berliner Koalition ausdrücklich für ihren hartnäckigen und erfolgreichen Einsatz für die beschlossenen Krisenregelungen zur Kurzarbeit: Mit dem erleichterten Zugang und der vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge wird dem Anliegen aller Unternehmen im Freistaat entsprochen. Der bayerische Rettungsschirm dient dem gleichen Ziel der Liquiditätssicherung. Auch dieser ist zum richtigen Zeitpunkt die richtige Maßnahme. Alles, was unsere Betriebe schützt und die Konjunktur stützt, nützt. Staatsregierung und Wirtschaft stehen im Freistaat schon immer eng beieinander, die jetzige Krise zeigt das einmal mehr.“   „Die bayerische Wirtschaft steht gerade vor sehr großen Herausforderungen, die wir nur im engen Schulterschluss bewältigen werden. Bayerische Beschäftigte und Unternehmen können sich dabei auf die umfassende Unterstützung der Staatsregierung verlassen“, sicherte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zu.