02.11.2020 - 11:29 Uhr

Auswertung der DIHK-Konjunkturumfrage

Gastronomie schon vor Lockdown stark von Corona betroffen

Die DIHK-Konjunkturumfrage belegt die im Branchenvergleich hohen negativen Auswirkungen von Corona auf die Gastronomie.

Die von den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen betroffenen Gastronomiebetriebe haben infolge der Corona-Krise bereits vor den für November beschlossenen Schließungen überdurchschnittlich starke Umsatzeinbrüche erlitten. Das zeigt die Sonderauswertung der Konjunkturumfrage Herbst 2020 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

In der aktuellen Umfrage des DIHK, die bereits vor der Einigung über einen "Lockdown light" abgeschlossen war, hatten 42 Prozent der Gastronomie-Unternehmen eine schlechte Geschäftslage gemeldet. In der Gesamtwirtschaft galt das "nur" für 29 Prozent.

Von den befragten  Gastronomen gaben 34 Prozent an, unter Liquiditätsengpässen zu leiden, 55 Prozent klagen über einen Rückgang ihres Eigenkapitals. Zum Vergleich: Über alle Branchen hinweg war das Thema Liquidität für 19 Prozent der Befragten ein Problem, Eigenkapital für 28 Prozent.

Und: Dass ihr Umsatz im Corona-Jahr 2020 um mehr als 50 Prozent zurückgehen wird, erwarten in der Gastronomie 27 Prozent, in der Gesamtwirtschaft hingegen 9 Prozent der Unternehmen.

(Quelle: DIHK)