Kennzeichnung von Chemikalien

Bereits 1992 einigte sich die internationale Staatengemeinschaft darauf, ein einheitliches System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien - also Stoffen und Gemischen - einzurichten. Ziel des Globally Harmonised System (GHS) ist es, Handel mit Chemikalien, Arbeits- und Umweltschutz in einer globalisierten Welt zu vereinheitlichen und zu vereinfachen.

Zur Umsetzung des GHS in der Europäischen Union trat die Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, genannt CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging) im Jahr 2009 in Kraft. Nach einer Übergangsfrist ist die Einstufung und Kennzeichnung nach CLP seit dem 1. Juni 2015 sowohl für Stoffe als auch Gemische verpflichtend.

Grundsätzlich wird zwischen physikalischen Gefahren, Gesundheitsgefahren und Umweltgefahren unterschieden. Mit Hilfe von Standardsymbolen und -sätzen auf den Kennzeichnungsetiketten und in den Sicherheitsdatenblättern werden Anwender über mögliche Gefährdungen (H-Sätze) und entsprechende Sicherheitshinweise (P-Sätze) informiert.

Welche Fristen gibt es?

Die Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen nach CLP waren bereits für das Jahr 2015 verbindlich. "Alte" Kennzeichnungen sollten nicht mehr auf dem Markt bereit stehen.

Im Rahmen der CLP-Verordnung ist auch die harmonisierte Meldung an Giftinformationszentren adressiert. Dies gilt nach einem aktuellen Entwurf der EU-Kommission für Gemische, die zur Verwendung durch Verbraucher bestimmt sind, ab 1. Januar 2021. Für gewerbliche Anwender gilt demnach der Zeitraum 1. Januar 2020 bis 1.Januar 2021.

Aktuelle Informationen finden Sie im REACH-CLP-Biozid Helpdesk. 

Ihre Ansprechpartnerin

Jacqueline Escher

M. Sc. Geographie

Referentin Umwelt und Energie

Würzburg

Telefon: 0931 4194-364

E-Mail: jacqueline.escher@ wuerzburg.ihk.de

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