Aus aktuellem Anlass

Brexit - Der Countdown läuft weiter

Zum 1. Februar 2020 haben die Briten die Europäische Union verlassen. Für eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 wird das Vereinte Königreich noch Teil des Europäische Binnenmarktes sein. Für die deutschen Unternehmen bleibt weiterhin unklar, wie die künftigen Beziehungen aussehen werden.

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Informationen der IHK zum Brexit

Was Unternehmen jetzt wissen müssen

Die IHK informiert ihre Mitgliedsunternehmen über die Folgen des EU-Austritts Großbritanniens. 

„Mit dem Brexit wird der Europäische Binnenmarkt, Bayerns wichtigster Wirtschaftsraum, deutlich geschwächt mit noch nicht absehbaren Folgen für die Unternehmen“, so Kurt Treumann, Bereichsleiter International der mainfränkischen IHK.

 

Brexit-Informationsveranstaltungen

5. März 2020: Das Hauptzollamt Schweinfurt informierte über Änderungen im künftigen Warenhandel mit Großbritannien.

12. März 2020: Der Britische Generalkonsul erläuterte den Brexit aus britischer Sicht.

 

Am 31. Januar 2020 hat Großbritannien die EU verlassen.

Dem EU-Austritt schließt sich eine Übergangsphase bis Ende 2020 nahtlos an.


In Bezug auf freien Personen- und Warenverkehr wird sich 2020 dann trotz des Austritts der Briten aus der EU nichts spürbar ändern. Allerdings: Möglicherweise ist das Thema Warenursprung und Präferenzen (Stichwort: Lieferantenerklärungen) davon ausgenommen.

Harter Brexit nicht ausgeschlossen
Unserer Meinung nach ist ein Abschluss eines entsprechenden Abkommens der EU mit Großbritannien sehr ambitioniert. Auch ist der sogenannte „Harte Brexit“ – also der ungeregelte Austritt Großbritanniens ohne Abkommen nicht vom Tisch. Die IHK empfiehlt sich auch auf dieses Szenario des Schreckens vorzubereiten.

Was ab 2021 gilt, ist hingegen noch völlig offen.
Nach Ablauf der Übergangsfrist (also ab 2021) wird zwischen der EU und Großbritannien eine Grenze entstehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob möglicherweise ein Freihandelsabkommen verhandelt wird und wie die Modalitäten sind. Für Exporteure und Importeure wird das folgenreich sein. Denn es müssen Zollformalitäten und das damit verbundene Recht beachtet werden. Dies wird einen Mehraufwand und höhere Kosten für Unternehmen bedingen.

Die IHK empfiehlt gerade Unternehmen, die keine oder wenige Kenntnisse im zolltechnischen Umgang mit Drittstaaten haben, sich entsprechend darauf vorzubereiten.

Die IHK kann dabei mit Beratungen, Infoveranstaltungen und Schulungen Hilfestellungen anbieten.

 

Aktuelle Informationen zum Brexit finden Sie auch auf der Seite der Europäischen Kommission.

Aktuelle Wirtschaftsbeziehungen mit Großbritannien

Großbritannien ist für Deutschland der sechstwichtigste Handelspartner (Handelsvolumen 2018: 119,03 Milliarden Euro). Bei Exporten steht Großbritannien für Deutschland an fünfter Stelle und bei Importen auf Rang elf. Im Jahr 2018 betrug das Volumen der deutschen Exporte nach Großbritannien 82,09 Milliarden Euro. Dem stehen britische Importe in Höhe von 36,94 Milliarden Euro gegenüber.

In Bayern lagen die Exporte nach Großbritannien in 2018 auf Rang 5 mit einem Volumen von 12,8 Mrd., Importe lagen auf Rang 10 mit einem Volumen von 4,5 Mrd.. Großbritannien war im Ranking der dynamischten Exportpartner Bayerns in 2018 auf Rang 30 mit einer Veränderung zum Vorjahr von -7,5%.

 

Brexit - Umfrage Going International 2019

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Ergebnisse der Sonderauswertung von „Going International“ zum Brexit veröffentlicht. Rund 1.500 Unternehmen, die mit Großbritannien geschäftlich in Verbindung stehen, haben an der Umfrage teilgenommen.

Ausführliche Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

Unternehmen aus Mainfranken mit geschäftlichen Beziehungen in Großbritannien

Die IHK weiß von aktuell rund 300 mainfränkischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen, die in einer geschäftlichen Beziehung (Export, Handelsvertreter, Niederlassungen oder Produktionsstätten) mit Großbritannien stehen.

Rund zehn Prozent dieser Firmen sind in Großbritannien mit einer Produktionsstätte oder Niederlassung vertreten. Gerade für diese Firmen werden die Folgen des Brexits ein höheres Maß an Rechtsunsicherheit bedingen.

Unsere Mitglieder berichten aber schon jetzt über bspw. Verschiebungen in den Lieferketten oder seit längerer Zeit anhaltende Investitionszurückhaltungen in Großbritannien.

Stand: 27.02.2020

Aktuelle Meldungen zum Brexit

 

Brexit: Vorbereitungsmaßnahmen auf ungeregelte EU-Handelsbeziehungen  ǀ  19.03.2020

Aktuelles Informationsmaterial der EU-Kommission für den Fall ungeordneter Handelsbeziehungen ab 01. Januar 2021Weiterlesen


 

Großbritannien: Brexit und EU-Freihandelsabkommen  ǀ  14.02.2020

Kanada, die Schweiz und Singapur haben zugestimmt, das Vereinigte Königreich während der Übergangsphase als EU-Mitgliedstaat zu behandeln.Weiterlesen


 

Großbritannien: Brexit und Exportkontrolle  ǀ  05.02.2020

Der Austritt des Vereinigten Königreichs hat bis zum 31.12.2020 keine exportkontrollrechtlichen Auswirkungen.Weiterlesen


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