© Medioimages/Photodisc / Getty Images

Allgemeine Infos zur Beratungsförderung für bereits gegründete Unternehmen

Coachingprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows"

Das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" ist eine Beratungsförderung und richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die einen Zuschuss auf die Kosten für die Dienstleistungen eines externen Unternehmensberaters beantragen möchten.

Zuständig für die Umsetzung des Förderprogramms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das Programm wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Sie interessieren sich für eine Beratungsförderung? Die IHK Würzburg-Schweinfurt ist Regionalpartner im Förderprogramm und berät ihre Mitgliedsunternehmen über die Förderberechtigung, über Beratungsinhalte sowie über den Ablauf der Förderung. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Förderperiode BAFA-Beratung läuft zum 31. Dezember 2020 aus

Die “Förderung unternehmerischen Know-hows“ läuft in der aktuellen Richtlinie am 31. Dezember 2020 aus.

Alle Anträge müssen bis zu diesem Termin beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) komplett abgerechnet werden, egal wann der Antrag gestellt wurde.

Wer wird gefördert?

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die bereits gegründet haben. Dabei werden drei Unternehmensarten unterschieden: 

  • Jungunternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind
  • Bestandsunternehmen, die bereits länger als zwei Jahre am Markt tätig sind
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, unabhängig vom Unternehmensalter, hier gelten folgende Voraussetzungen:

    • Im Falle von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (AG, KGaA, GmbH) muss mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals infolge aufgelaufener Verluste verloren gegangen sein. Dies ist der Fall wenn sich nach Abzug der aufgelaufenen Verluste von den Rücklagen (und allen sonstigen Elementen die im allgemeinen den Eigenmitteln des Unternehmens zugerechnet werden) ein negativer kumulativer Betrag ergibt, der mehr als der Hälfte des gezeichneten Stammkapitals entspricht (Nummer 20 Buchstabe a der Leitlinie).
    • Im Falle von Gesellschaften, bei denen zumindest einige Gesellschafter unbeschränkt für die Schulden der Gesellschaften haften (oHG, KG), müssen mehr als die Hälfte der in den Geschäftsbüchern ausgewiesenen Eigenmittel in Folge aufgelaufener Verluste verloren gegangen sein (Nummer 20 Buchstabe b der Leitlinie). Hier werden auch die Einzelunternehmen sowie die Freiberufler eingeordnet.

Welche Beratungsthemen werden gefördert?

Eine Übersicht möglicher Beratungsthemen finden Sie im Merkblatt Beratungsarten- und Beratungsthemen.

Jungunternehmen und Bestandsunternehmen können für allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung eine Unterstützung erhalten.

Zusätzlich gefördert werden spezielle Beratungen für Unternehmen

  • die von Unternehmerinnen geführt werden,
  • die von Migrantinnen oder Migranten geführt werden,
  • die von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden,
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrations-hintergrund,
  • zur Gestaltung der Arbeit für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung, 
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung,
  • zur Gleichstellung und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit,
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz.  

Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten unabhängig von ihrem Unternehmensalter

  • eine Förderung für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit in einer wirtschaftlich schwierigen Situation.
  • eine Folgeberatung zur Vertiefung der aus der Unternehmenssicherungsberatung gewonnenen Erkenntnisse zur Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Hinweis: Die Förderung kann mehrfach beantragt werden, sofern der maximale Zuschuss noch nicht ausgeschöpft wurde und noch weitere förderfähige Themen in einer Beratung thematisiert werden sollen.   

Nicht gefördert werden u.a. Beratungen, die überwiegend gutachterliche Stellungnahmen (z.B. Zertifizierungen oder Firmenwertermittlungen) oder überwiegend Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten (z.B. Ausarbeitung von Verträgen) zum Inhalt haben. Auch Seminare und Workshops bzw. Gruppenveranstaltungen werden nicht gefördert.   

Wie hoch ist die Förderung?
Unternehmensart Bemessungs- grundlageFördersatz in BayernMaximaler Zuschuss
Jungunternehmen
(bis 2 Jahre nach Gründung)
allgemeine Beratung4.000 Euro50%2.000 Euro
Jungunternehmen
(bis 2 Jahre nach Gründung)
spezielle Beratung4.000 Euro50%2.000 Euro
     
Bestandsunternehmen (mehr als 2 Jahre am Markt)allgemeine Beratung3.000 Euro50%1.500 Euro
Bestandsunternehmen (mehr als 2 Jahre am Markt)spezielle Beratung3.000 Euro50%1.500 Euro
     
Unternehmen in SchwierigkeitenUnternehmenssicherungs-
beratung
3.000 Euro90 %2.700 Euro
Unternehmen in SchwierigkeitenFolgeberatung3.000 Euro90 %2.700 Euro

Sie können bis zu den maximal förderfähigen Beratungskosten mehrere Beratungen in Anspruch nehmen und bezuschussen lassen.

Jung- und Bestandsunternehmen können demnach mehrere allgemeine Beratungen und zusätzlich mehrere spezielle Beratungen, Unternehmen in Schwierigkeiten können mehrere Unternehmenssicherungs- und zusätzlich mehrere Folgeberatungen fördern lassen – jedoch immer nur im Rahmen der Bemessungsgrundlage.

Als Gründungsdatum zählt jeweils der Tag der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszugs. Bei Übernahme eines Unternehmens gilt der Tag der Übernahme und bei Beteiligung der Tag der tätigen Beteiligung als Gründungsdatum (im Rahmen der Unternehmensbeteiligung muss eine Führungsposition eingenommen werden). 

Antragstellung und Förderablauf

1. Schritt: Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten müssen laut Richtlinie vor Antragstellung ein kostenfreies Informationsgespräch mit einem Regionalpartner (z.B. IHK) führen. Nehmen Sie hierfür bitte Kontakt mit uns auf. 

Unternehmen in Schwierigkeiten müssen im Vorfeld folgende Unterlagen bei uns einreichen:

  • Letzter Jahresabschluss
  • Aktuelle BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung)

Nach geführtem Informationsgespräch erhalten Sie vom Regionalpartner ein Bestätigungsschreiben (dieses bitte für die Abrechnungsunterlagen aufbewahren).

2. Schritt: Nach Erhalt des Schreibens ist binnen drei Monaten der Antrag online über die Antragsplattform des BAFA zu stellen.

⇒ zur Antragsplattform der BAFA

3. Schritt: Die Leitstelle DIHK Service GmbH prüft die formalen Fördervoraussetzungen und versendet ein Informationsschreiben mit einer unverbindlichen Inaussichtstellung auf die Förderung.

4. Schritt: Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf der Beratervertrag mit dem Berater geschlossen und mit der Beratung begonnen werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen!

5. Schritt: Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens muss gegenüber der Leitstelle durch Einreichung der Abrechnungsunterlagen abgerechnet werden (Achtung das Ende der Förderperiode naht. Bis zum 31.12.2020 müssen alle Verwendungsnachweise eingereicht worden sein).

6. Schritt: Die Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses an den Antragsteller erfolgt nach abschließender Prüfung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Wie wähle ich einen Berater aus?

Im Internet finden Sie unter dem Suchbegriff "Beraterbörse" mehrere Seiten, die eine Übersicht von Unternehmensberatern beinhalten.

Gründerland Bayern bietet beispielsweise eine Möglichkeit zur Beratersuche. Hier geht's zur Beraterdankenbank von Gründerland Bayern.

Über die Auswahl des Beraters entscheiden Sie als Unternehmer. Was bei der Beraterwahl zu beachten ist finden Sie im Merkblatt "Hinweise für KMU zur Beraterauswahl" des BAFA unter: Merkblatt: Hinweise für KMU zur Beratersuche.

Hinweise für Berater

Beraterinnen oder Berater erhalten weiterführende Informationen zu Berateranforderungen, Registrierung sowie zum Qualitätsnachweisauf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) - für weitere Infos klicken Sie hier.

Ansprechpartner

Daniela Dusel

Beraterin Existenzgründung

  • Firmenrecht
  • Existenzgründung
  • Veranstaltungsmanagement

Würzburg

Telefon: 0931 4194-296

E-Mail: daniela.dusel@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Larissa Vogel

Wirtschaftsfachwirtin (IHK)

Referentin Existenzgründung

  • Start-up
  • Existenzgründung
  • Coachingprogramme

Würzburg

Telefon: 0931 4194-302

E-Mail: larissa.vogel@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Ralf Hofmann

Diplom-Volkswirt

Referent Existenzgründung und Unternehmensförderung

  • Existenzgründung
  • Finanzierung und Förderung
  • Unternehmensnachfolge

Würzburg

Telefon: 0931 4194-377

E-Mail: ralf.hofmann@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular