© daboost / Getty Images/iStockphoto

Japan im Fokus

Marktchancen in Japan

Japan weiß um seine starke Abhängigkeit zu wichtigen Wirtschaftspartnern wie China oder USA. So verstärken derzeit japanische Unternehmen ihr Engagement auf den unterschiedlichen Weltmärkten.

Eine wachsende Zahl japanischer Unternehmen ist bereits in Deutschland aktiv. Mit ihren Deutschland-Aktivitäten zeigen sich die Japaner zufrieden zeigen. Gerade die Bereiche IT, Robotik, Automotive, Medizin, Life Science und erneuerbare Energien stehen diesbezüglich von japanischer Seite im Scheinwerferlicht. Japans Wirtschaft hat großes Interesse an gemeinsamen Projekten mit Deutschland und muss mit ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland umgehen.

Japan leidet unter demografiebedingten Auswirkungen und entwickelt neue Wege hin zu alternativen Energien. Die japanische Regierung engagiert sich aber auch mit besonders hohem Engagement im Bereich Wasserstoff. Traditionell weisen Japan und Deutschland eine vergleichbare Industriestruktur auf. Beide Seiten beschäftigen sich mit ähnlichen Themen, wie Digitalisierung, Vernetzung, Robotik, Mobilität, Life Science und Energieeffizienz. Punkten kann Japan gerade im Bereich Robotik. Extrem angestiegen ist in den letzten Jahren das Interesse rund um den Anwendungsbereich von Industrie 4.0.

202 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Mainfranken haben aktuell geschäftliche Beziehungen mit  Japan. Rund 146 mainfränkische Firmen exportieren nach Japan und 7 Firmen unterhalten dort eine eigene Niederlassung.

Beziehungen mainfränkischer Firmen zu Japan

Der IHK sind 131 mainfränkische Unternehmen bekannt, die nach Japan exportieren. Beispielsweise werden Produkte aus den Bereichen Elektronik, Medizintechnik, Maschinenbau, Lebensmittel, und Automotive von Mainfranken aus nach Japan exportiert. Etwas über 30 mainfränkische Firmen importieren aus Japan. Sechs mainfränkische Unternehmen betreiben eine Produktionsstätte oder eine Niederlassung in Japan. Die Zahlen verdeutlichen, dass wirtschaftlich noch viel Luft ist in den mainfränkisch-japanischen Beziehungen.

Freihandelsabkommen

 

Hier finden Sie das Merkblatt der Generalzolldirektion zum JEFTA-Abkommen.

 

Neben der Zollsenkung enthält das Freihandelsabkommen (FTA) zwischen der EU und Japan, landläufig auch JEFTA genannt, Regelungen zu einer Öffnung des japanischen Marktes für Dienstleistungen sowie Vereinfachungen für Unternehmen aus der EU bei öffentlichen Ausschreibungen in Japan.

Die EU erwartet durch diese Erleichterungen eine Steigerung z. B. der Lebensmittelexporte von 180 Prozent. „Der Freihandel verleiht den Geschäftsbeziehungen in beide Richtungen neue Dynamik“, so Marcus Schürmann, Delegierter der Deutschen Wirtschaft und Geschäftsführer der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Japan.

Bereits 2017 lag Japan in der Rangliste der bayerischen Handelspartner auf Platz 15. Bayern exportierte Waren im Wert von 3,7 Milliarden Euro nach Japan. Im Gegenzug kamen Waren für 3,3 Milliarden Euro aus Japan in den Freistaat. Dies ist eine gute Ausgangslage für die weitere Entwicklung der bilateralen Handelsbeziehungen. „Für ein starkes Exportland wie Bayern ist jedes Handelsabkommen potenziell ein Gewinn. Gerade in Zeiten zunehmender globaler Verunsicherung sind bilaterale Handelsabkommen der EU ein wichtiges Instrument und sichern der bayerischen Wirtschaft den Zugang auf wichtige Weltmärkte“ so Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

Ein häufig unterschätztes Potential der Handelsbeziehungen mit Japan liegt auch in Geschäften mit japanischen Partnern außerhalb Japans.

Die AHK Japan betrachtet die Vertragsunterzeichnung zudem als weiteren Beweis für eine Neuorientierung Japans. „Japan profiliert sich in Asien als verlässliche Stütze des regelbasierten Freihandels“ so Schürmann. „Auf protektionistische Entwicklungen antwortet die Inselnation mit mehr statt weniger Kooperation. Die EU und Deutschland auf der einen und Japan auf der anderen Seite bekräftigen mit dem Abkommen auch ihre Wertepartnerschaft.“

Das EU-Japan Abkommen wurde inzwischen ratifiziert und ist ab 01.02.2019 für Unternehmen nutzbar. Mit dem EU-Japan Freihandelsabkommen werden fast alle gegenseitigen Zölle, sowie viele nichttarifäre Handelshemmnisse schrittweise aufgehoben.

Weitere Links:

DIHK- Hintergrundpapier 

EU-Japan-Wirtschaftspartnerabkommen JEFTA

DIHK-Onepager: EU-Japan Freihandelsabkommen

DIHK: EU-Japan-Handelspakt: Neue Chancen

Interaktive EU-Karte zeigt deutsche Japan-Exporteure

Die EU-Kommission bietet eine interaktive Kartevon Unternehmen, die nach Japan exportieren.

Ein neuer Service der EU-Kommission gibt in Form einer interaktiven Karte eine skalierbare Übersicht, wie viele Unternehmen in welchen Regionen und Gemeinden nach Japan exportieren und wie stark dort Arbeitsplätze an den Japan-Exporten hängen.

  

Japan

Ansprechpartner

Kurt Treumann

Betriebswirt (VWA)

Bereichsleiter International

Würzburg

Telefon: 0931 4194-353

E-Mail: kurt.treumann@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Dominik Klein

B.A. Internationale Betriebswirtschaft

Referent International

Würzburg

Telefon: 0931 4194-309

E-Mail: dominik.klein@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Silvia Engels-Fasel

Assessorin

Referentin International

Würzburg

Telefon: 0931 4194-247

E-Mail: silvia.engels-fasel@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Sonja Scheuermann

M. A. Political Science, LL.M. Eur.

Referentin International

Würzburg

Telefon: 0931 4194-325

E-Mail: sonja.scheuermann@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular