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Länderbericht

Russland

Die russische Wirtschaft wächst wieder. Das Bruttoinlandsprodukt hat 2017 um 1,8 Prozent zugelegt.

Russlands Einfuhren werden 2018 moderat zulegen. Der stabile Rubel macht den Kauf von Importwaren wieder erschwinglich. Deutschland ist der zweitwichtigste Partner Russlands - hinter der VR China. Der deutsch-russische Handel nimmt nach vier Jahren Rückgang wieder Fahrt auf.

Die Regierung fördert den Export russischer Waren bis 2025 mit etwa 736 Millionen US$. Allein 2018 soll die staatliche Exportförderung um ein Viertel steigen. Änderungen an der Abgabenordnung (Steuerkodex) verbessern die Bedingungen für die Herstellung von Exportprodukten mit ausländischen Komponenten. Russland kann erste Erfolge bei der Diversifizierung seiner Exporte verbuchen. Zwar dominieren weiterhin Rohstoffe, jedoch legte der Anteil von Nicht-Rohstoffen im 1. Halbjahr 2017 um etwa 19 Prozent auf 57,2 Milliarden US$ zu. Ein Grund hierfür ist die aktive Industriepolitik der russischen Regierung. 

Am 1. Januar 2018 ist der neue Zollkodex der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) in Kraft getreten. Dieser vereinfacht den Prozess der Zolldeklaration in elektronischer Form. Die Mitgliedsstaaten müssen ihre nationalen Rechtsnormen dem Zollkodex anpassen. In Russland dürfte die Novelle des Gesetzes zur Zollregulierung frühestens zum Ende des 1. Quartals 2018 in Kraft treten. Daher wird der neue Zollkodex zunächst vorläufig angewendet.

Weitere Informationen finden Sie in der Publikation„Russland: Licht am Ende des Tunnels?“

Russland: 100 Fragen und Antworten zum Russlandgeschäft

Die neu aufgelegte Publikation der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) dokumentiert die Entwicklungen des Wirtschaftsjahres 2015 in Russland. Das Special "100 Fragen und Antworten zum Russlandgeschäft" der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) präsentiert eine Momentaufnahme der aktuellen Krise in Russland. Die befragten Unternehmen verraten, wie sie sich an die veränderte Geschäfts- und Marktsituation anpassen. 

Die Publikation kann auf der Homepage der AHK Russland als PDF heruntergeladen werden.

DIHK-Russland Fact-Sheet

Die US-Sanktionen gegen Russland stellen deutsche Unternehmen vor Herausforderungen und führen zu einem erhöhten Informations- und Beratungsbedarf.  
Anbei finden Sie das DIHK Fact-Sheet zu den Russlandsanktionen und die aktuelle SDN-Liste (sog. Specially Designated Nationals List).

AHK Russland startet Rallye durch die Fußball-WM-Städte

Dass Deutschland nicht nur auf dem Spielfeld viel zu bieten hat, möchte die Deutsche-Russische Auslandshandelskammer (AHK Russland) zur Fußball-WM verdeutlichen: Unter der Überschrift "Die Russland-Meister" vermittelt sie Eindrücke von den Austragungsorten der WM und bietet eine Leistungsschau der deutschen Wirtschaft.

Die Eindrücke aus den russischen WM-Städten werden ab dem 12. Juni 2018 auch auf dem zentralen Internetportal www.russlandmeister.de veröffentlicht. Dort finden die Leser bereits heute die Porträts von 36 vor Ort aktiven deutschen Unternehmen – Weltkonzerne ebenso wie junge Start-ups. Insgesamt sollen dort mehr als 40 Betriebe vorgestellt werden.

Außerdem umfasst das Projekt einen Bildband über die Leistungen der deutschen Wirtschaft in Russland und Fotoausstellungen im Zentrum Moskaus.

In Russland sind fast 5.000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung aktiv. Laut Angaben der AHK belaufen sich die deutschen Direktinvestitionen vor Ort 2017 auf 1,6 Milliarden Euro. Für Russland bleibt Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner nach China.

Gesetz zur Registrierung ausländischer Arbeitnehmer geändert

Seit dem 08. Juli liegt die Verantwortung zur Registrierung beim ausländischen Arbeitnehmer. Eine ‎Registrierung unter der Adresse des Arbeitgebers ist nicht mehr möglich. Mit der Änderung des Gesetzes „Über die migrationsrechtliche Registrierung von Ausländern und ‎Staatenlosen in der Russischen Föderation“ zum 08.07.2018 geht die Verantwortung zur ‎Registrierung ausländischer Arbeitnehmer auf diesen bzw. seinen Vermieter über. Der russische ‎Gesetzgeber wertet demnach die Registrierung an Adressen von Unternehmen und anderen ‎Institutionen als ungültig, es sei denn, der Arbeitnehmer wohnt tatsächlich in firmeneigenen ‎Räumlichkeiten.

Laut einem Positionspapier der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) „droht durch die ‎Neuregelung eine deutliche Verschlechterung des Investitionsklimas, eine Abwanderung ‎ausländischer Arbeitnehmer und die Rücknahme von Investitionsentscheidungen.“‎ Weitere Informationen rund um das Russland-Geschäft gibt es auf der Webseite IHK München - Russland.

Russische Föderation

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