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ASEAN im Fokus

Philippinen

Die Philippinen bleiben eine der dynamischsten Volkswirtschaften in Asien. Seit 2012 lag die Steigerungsrate des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) regelmäßig oberhalb von 6 Prozent. Im Jahr 2018 schwächte sich das Wachstum leicht von 6,7 Prozent im Vorjahr auf immerhin noch 6,2 Prozent ab. Für 2019 schraubte der Internationale Währungsfonds (IWF) im Frühjahr seine BIP-Prognose leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent nach unten.

Für die etwas verschlechterten Perspektiven nennen Konjunkturexperten mehrere Gründe. So bereitet die schwächere internationale Nachfrage nach Exportprodukten ebenso Sorgen wie auch der immer noch nicht ausgestandene Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Das Institut EIU (Economist Intelligence Unit) geht bis 2023 von jährlichen Steigerungsraten des BIP von deutlich mehr als 5 Prozent aus. Die Vorhersagen der philippinischen Regierung liegen sogar noch 1 bis 2 Prozentpunkte darüber.

Außenhandel

Der Außenhandel durchlief zuletzt eine gemischte Entwicklung. Die Exporte stagnierten laut Philippine Statistics Authority 2018 quasi mit einem Plus von 0,9 Prozent, während auf der anderen Seite die Importe um stolze 17,4 Prozent in die Höhe schossen. Daraus resultierte ein deutlich vergrößertes Handelsbilanzdefizit von fast 44 Milliarden US$, entsprechend einer Steigerung um 59 Prozent gegenüber 2017. Die Ausfuhren sollen gemäß den Prognosen des Departments of Trade and Industry 2019 wieder deutlicher um 4 Prozent zulegen.

Mittelfristig positiv auswirken könnte sich das geplante Freihandelsabkommen mit Südkorea, das im November 2019 abgeschlossen werden soll. Die Einfuhren wurden angekurbelt von den stark steigenden Infrastruktur- und Bauinvestitionen sowie dem dynamischen Konsumentenmarkt. Die Exporte Deutschlands in die Philippinen stiegen 2018 Destatis zufolge um starke 32 Prozent. Das Ergebnis wurde aber beeinflusst durch eine enorme Steigerung der Lieferungen von Luftfahrzeugen.

Chancen für Unternehmen

56 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Mainfranken haben aktuell geschäftliche Beziehungen mit den Philippinen. Rund 36 mainfränkische Firmen exportieren nach den Philippinen und eine Firma unterhält dort eine eigene Niederlassung.

"Der philippinische Markt bietet sich für deutsche Unternehmen als Investitionsstandort und Absatzmarkt an," so Herr Peter Kompalla von der Deutsch-Philippinischen Industrie- und Handelskammer.

Immenses Potential gerade für deutsche Lieferanten haben die Bauwirtschaft und die Lieferanten von Bauausrüstungen wegen der großen Infrastrukturmaßnahmen. Der Medizin- und Gesundheitsmarkt ist fast vollständig ein Importmarkt, weshalb er ebenfalls sehr große Chancen bietet. Hinzu kommen die stark wachsenden Sektoren Umwelt- und Energietechnik sowie Nahrungsmittel.

Die Industriestruktur in den Philippinen ist insgesamt noch stark importabhängig. Aus diesem Grund ergeben sich für Lieferanten von Investitionsgütern und Vorprodukten gute Absatzchancen. Der Bedarf an Chemieerzeugnissen wird aufgrund des boomenden Bausektors sowie der hohen Nachfrage nach Konsumgütern und Nahrungsmitteln zunehmen. Ebenso existiert ein großer und weiter wachsender Markt für persönliche Hygieneprodukte, Kosmetika sowie Wasch- und Reinigungsmittel. Die Elektronikindustrie gilt als der wichtigste Industriezweig und durchlief bis 2018 eine dynamische Entwicklung.

Weitere Informationen erteilt die Deutsch-Philippinische Industrie- und Handelskammer.

Stand: 20.08.2019

Philippinen

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