© efired / Getty Images/iStockphoto

ASEAN im Fokus

Philippinen

Nach einer  positiven Entwicklung in den letzten Jahren sind die Philippinen heute eine der am schnellsten wachsenden Wirtschaften Asiens. Die ausländischen Direktinvestitionen sind allein im Zeitraum 2011 bis 2013 um über 90 Prozent gestiegen. 

Die philippinische Wirtschaft wird 2017 und 2018 weiter dynamisch wachsen. Jedoch dürfte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) am unteren Ende der Regierungsprognose bleiben, die für 2017 einen Zuwachs von 6,5 bis 7,5 Prozent und für 2018 zwischen 7 und 8 Prozent erwartet. Wichtigster Wirtschaftsmotor bleibt der Dienstleistungssektor, unterstützt von einer Exporterholung und zunehmenden Infrastrukturinvestitionen.

Die Warenimporte der Philippinen werden wegen der hohen Konsumnachfrage und der geplanten Investitionen 2018 weiter steigen. Das Land ist in großem Umfang auf die Einfuhr von Investitionsgütern angewiesen, weil kein entsprechendes lokales Angebot existiert. Aufgrund einer wiedererstarkten Exportnachfrage werden die Ausfuhren im zweistelligen Bereich zulegen, wobei zudem der schwache philippinische Peso hilft.

Im Außenhandel der Philippinen stehen elektronische Erzeugnisse seit Jahren als wichtigste Handelsgüter an erster Stelle. Daran wird sich auch auf absehbare Zeit nichts ändern. Sie sollen beim Export 2017 etwa 30 Milliarden US$ und damit rund die Hälfte der Ausfuhren ausmachen. Der Importanteil von elektronischen Erzeugnissen an den gesamten Einfuhren steht bei etwa 25 Prozent.

Der Warenaustausch mit Deutschland entwickelt sich schwächer als der Außenhandel der Philippinen insgesamt. Dabei steigen die Exporte des Archipels nach Deutschland stärker als die Importe, was sich auch 2018 fortsetzen dürfte. Als wichtigste Lieferländer legen die VR China und Japan an Gewicht zu, die zusammen auf einen Einfuhranteil von mehr als 30 Prozent kommen, gegenüber einem deutschen Anteil von circa 2,4 Prozent.

"Der philippinische Markt bietet sich für deutsche Unternehmen als Investitionsstandort und Absatzmarkt an," so Herr Peter Kompalla von der Deutsch-Philippinischen Industrie- und Handelskammer.

Immenses Potential gerade für deutsche Lieferanten haben die Bauwirtschaft und die Lieferanten von Bauausrüstungen wegen der großen Infrastrukturmaßnahmen. Der Medizin- und Gesundheitsmarkt ist fast vollständig ein Importmarkt, weshalb er ebenfalls sehr große Chancen bietet. Hinzu kommen die stark wachsenden Sektoren Umwelt- und Energietechnik sowie Nahrungsmittel.

Das Gewähren des neuen Handelspräferenzprogramms durch die EU (GSP+) soll die Rahmenbedingungen weiter verbessern. Davon können auch deutsche Einkäufer profitieren. Sie können den Beschaffungsmarkt auf den Philippinen sondieren und feststellen, dass es hier zum Beispiel eine große Zahl von Lieferanten im Bereich Automotive gibt, was vielen Unternehmen in Deutschland gar nicht bewusst ist. Der Wegfall der Einfuhrzölle macht die Philippinen als Handelspartner noch attraktiver.

Weitere Informationen erteilt die Deutsch-Philippinische Industrie- und Handelskammer.

Philippinen

Haftungsklausel

Die Informationen, die diese Merkblätter enthalten, sind mit größter Sorgfalt zusammengestellt worden. Eine Gewähr für die Richtigkeit können wir nicht übernehmen.

Ansprechpartner

Kurt Treumann

Betriebswirt (VWA)

Bereichsleiter International

Würzburg

Telefon: 0931 4194-353

E-Mail: kurt.treumann@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Dominik Klein

B.A. Internationale Betriebswirtschaft

Referent International

Würzburg

Telefon: 0931 4194-309

E-Mail: dominik.klein@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Silvia Engels-Fasel

Assessorin

Referentin International

Würzburg

Telefon: 0931 4194-247

E-Mail: silvia.engels-fasel@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Sonja Scheuermann

M. A. Political Science, LL.M. Eur.

Referentin International

Würzburg

Telefon: 0931 4194-325

E-Mail: sonja.scheuermann@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular