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ASEAN im Fokus

Malaysia

Im Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) gewinnt Malaysia für die Exportwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Malaysia ist zweitwichtigster ASEAN-Handelspartner für deutsche Firmen und bietet vor allem für hochwertige Waren und innovative Dienstleistungen einen attraktiven Markt.

Die seit Anfang 2017 hauptsächlich vom Export getriebene Erholung der malaysischen Wirtschaft verbreitert sich und erfasst nun auch Binnenmarkt-Industrien, den privaten Verbrauch und Investitionen. Der Aufschwung dürfte anhalten, wenn auch etwas abgeschwächt. Ein- und Ausfuhren sollen 2018 nur noch einstellig zulegen, das Investitions- und Konsumwachstum hingegen auf einem ähnlichen Niveau verharren.

Nachdem Malaysias Wirtschaft im 1. Halbjahr 2017 vor allem durch starke Exporte das schwache Vorjahreswachstum beschleunigen konnte, verbreitert sich der Aufschwung nun. Investitionen und Konsum ziehen jetzt ebenfalls stärker an. Da die globalen Auftriebskräfte anhalten, bleiben auch die Aussichten 2018 für das exportorientierte Malaysia sonnig. Für zusätzliche Aufhellung sorgt der wieder steigende Ölpreis. Im 3. Quartal 2017 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit real 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals stärker als im 2. Quartal (+5,8). Somit haben im Laufe des Jahres Regierung und Banken ihre Schätzungen für das BIP-Wachstum 2017 stetig nach oben korrigiert und liegen nun bei 5,5 Prozent (Vorjahr: +4,2). Die Dynamik könnte sich 2018 leicht auf 5,1 Prozent abschwächen.

Eine große Zahl deutscher Firmen sind bereits in Malaysia aktiv. Auch der Mittelstand ist vertreten, der oft schon auf ein jahrzehntelanges erfolgreiches Engagement in Malaysia zurückblicken kann. Und ständig kommen neue Firmen hinzu.

Zu den guten Standortfaktoren zählen die ausgesprochen wirtschaftsfreundliche Politik, attraktive Investitionsanreize, eine effiziente Wirtschaftsverwaltung, erhebliche staatliche Investitionen in die Entwicklung qualifizierter Arbeitskräfte und ein solides Schutzniveau geistigen Eigentums. Deutsche Unternehmen erkennen zunehmend die Bedeutung dieser dynamischen Wachstumsregion für ihren nachhaltigen Geschäftserfolg an.

„Malaysia zeichnet die Nachhaltigkeit und Kontinuität des wirtschaftlichen Erfolges bei einem bereits hohen Entwicklungsstadium aus,“ so Herr Alexander Stedtfeld von der Deutsch-Malaysischen Industrie- und Handelskammer.

Für besonders interessant hält die Deutsche Auslandshandelskammer in Malaysia den Maschinenbau und erwartet dort Importzuwächse, angetrieben durch steigende Investitionen, die nötig sind, damit das Land seinen technologischen Vorsprung vor der asiatischen Konkurrenz wahren kann. Zudem wächst der Automatisierungsdruck durch steigende Löhne im unteren Beschäftigungssegment. Weitere chancenreiche Bereiche sind Chemie, Petrochemie sowie Öl und Gas. Auch traditionell starke Sektoren wie Elektrotechnik und Elektronik, Medizintechnik und Fahrzeugbau einschließlich der Zulieferindustrie entwickeln sich gut. Im Auge behalten sollte man mittelfristig die Bereiche Umwelttechnik, erneuerbare Energien und Energieeffizienz, wo punktuell auch heute schon gute Marktchancen bestehen.

 

Weitere Informationen erteilt die Deutsch-Malaysische Industrie- und Handelskammer.

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