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ASEAN im Fokus

Indonesien

Indonesien ist das ökonomische Schwergewicht innerhalb der ASEAN-Staaten. Gemessen an der Bevölkerung ist das aus 17.000 Inseln bestehende Land mit seinen ca. 250 Mio. Einwohnern das viertgrößte Land der Erde.

Im Vergleich zu anderen rohstoffreichen Ländern wie Brasilien oder Russland kann Indonesien mit einem Wirtschaftswachstum von 5 Prozent brillieren. Trotzdem ist die Regierung unzufrieden, denn sie peilt eigentlich einen Wert von 7 Prozent an. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste sie vor allem ihre protektionistische Politik ändern. Doch danach sieht es nicht aus. Der Außenhandel erlebt 2017 nach Jahren des Rückgangs einen kräftigen Aufschwung. Davon könnten auch deutsche Firmen profitieren.

Im Jahr 2015 fiel das reale Wirtschaftswachstum auf 4,9 Prozent, dem zweitniedrigsten Wert der letzten anderthalb Jahrzehnte. Doch seitdem geht es ganz langsam bergauf. So legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 um 5 Prozent zu. Für 2017 erwarten die Asian Development Bank (ADB) und die Singapurer DBS Bank ein Plus von 5,1 Prozent. Erst ab 2018 soll sich der Aufschwung etwas beschleunigen. Die Prognosen gehen von einem Wert zwischen 5,3 und 5,4 Prozent aus. Das neue Normalwachstum pendelt sich damit wohl bei gut 5 Prozent ein.

Indonesien ist ein signifikanter Exporteur von u. a. Kohle, Gas sowie diversen agrarischen und mineralischen Rohstoffen (Palmöl, Nickel, Bauxit). Der große Binnenmarkt und die weit reichenden Rohstoffvorkommen locken internationale Investoren vor allem in den Bereichen Konsumgüter, Bergbau und Agrarwirtschaft an. Heute zählen fast 50 Mio. indonesiche Haushalte zur Verbraucherschicht. Bis 2030 werden es voraussichtlich mehr als 130 Mio. sein. Der Konsumgütermarkt wird dann ein geschätztes jährliches Umsatzvolumen von 1.000 Mrd. USD erreichen.

Mehr als 300 deutsche Unternehmen sind bereits in Indonesien entweder durch Produktionsstätten oder Repräsentanzen vertreten. Die deutsche Industrie baut in Indonesien u. a. Stromkraftwerke und Industrieanlagen, montiert Autos und produziert Medikamente und Chemikalien für den lokalen und internationalen Markt. Das Image deutscher Unternehmen und Produkte ist sehr positiv. Die Qualität von "Made in Germany" wird geschätzt. Aus Sicht der AHK Indonesien bieten geplante Infrastrukturerweiterungen ein vielseitiges Geschäftspotential für deutsche Unternehmer.

 

Der Investitionsbedarf in der verarbeitenden Industrie muss mit importierter Technologie gedeckt werden, wovon auch deutsche Maschinenbauer profitieren,“ so Herr Jan Rönnfeld von der Deutsch-Indonesischen Industrie- und Handelskammer.

 

Als "profitablen Markt mit großem Potenzial" beschreibt Jan Rönnfeld, Geschäftsführer der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Indonesien, sein Gastland – mit rund 255 Millionen Menschen die größte Volkswirtschaft Südostasiens.

Durch verschiedene Anreizprogramme soll auch die verarbeitende Industrie weiter gestärkt werden, um den Anteil lokaler Wertschöpfung zu erhöhen. Daraus ergeben sich insbesondere für den Maschinenbau Absatzmöglichkeiten. Deutschland ist u.a. ein wichtiger Lieferant für Textil- und Holzbearbeitungsmaschinen, sowie Technologielieferant für die Nahrungsmittelindustrie und den Medizinsektor.

Weitere Informationen erteilt die Deutsch-Indonesische Industrie- und Handelskammer

Indonesien

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