Förderprogramm

"Ausbildungsplätze sichern" in Corona-Zeiten

Die Bundesregierung hat ein umfassende Förderprogramm zur Sicherung und Stabilisierung von Ausbildungsverhältnissen in der Coronakrise aufgelegt. Auf unserer Sonderseite stellen wir Ihnen alle wichtigen Informationen zur Beantragung der Ausbildungsprämie bereit.

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Ausbildungsprämie - was Sie wissen müssen

Am 29.07.2020 haben Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Förderrichtlinie für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ unterzeichnet. Die Richtlinie ist am 1. August 2020 in Kraft getreten.

Die Karrierechancen von Auszubildenden dürfen auch durch die Pandemie nicht gefährdet werden. Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sollen Ausbildungsbetriebe in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation unterstützt und motiviert werden, ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten und jungen Menschen die Fortführung und den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen.

Fördermöglichkeiten

Das Maßnahmepaket der Bundesregierung umfasst dabei im wesentlichen fünf Themenschwerpunkte:

  1. Ausbildungsprämie bei Erhalt des bisherigen Ausbildungsniveaus im Vergleich der letzten drei Jahre (Einmalig 2000 Euro für jeden neu eingestellten Auszubildenden)
  2. Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus im Vergleich der letzten drei Jahre (Anstatt der oben genannten Ausbildungsprämie erhält der Betrieb dann einmalig 3000 Euro für jeden zusätzlich eingestellten Auszubildenden)
  3. Übernahmeprämie (Übernahme von Auszubildenden aus Insolvenzunternehmen)
  4. Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit (Arbeitsausfall von mindestens 50% im gesamten Betrieb kann mit 75% der Ausbildungsvergütung gefördert werden)
  5. Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung (Bei Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai um mind. 60% gegenüber Vorjahresmonaten).

Die Prämie im Punkt 1-3 wird erst nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

An wen richtet sich die Förderung?

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) - dies sind Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten. Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt.
  • KMU, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits-und Sozialwesen durchführen.

Ausschlusskriterien

  • Praktika sind ausgeschlossen.
  • Ein Ausbildungsbetrieb kann für einen Ausbildungsvertrag nur durch eine Ausbildungsprämie, eine Ausbildungsprämie plus oder eine Übernahmeprämie bei Insolvenz gefördert werden.
  • Neben den benannten Förderungen ist die Inanspruchnahme anderer Programme des Bundes oder der Länder mit gleicher Zielrichtung oder gleichem Inhalt nicht möglich.
  • Das Unternehmen entscheidet, welche Förderung es in Anspruch nehmen will.
  • Der Ausbildungsbetrieb muss seinen Sitz in Deutschland haben.
  • Ausgeschlossen von der Prämie werden Unternehmen, die nicht in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind. Erheblich bedeutet:

    • Wenn der Ausbildungsbetrieb im ersten Halbjahr 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder
    • Dessen Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.

Hinweise zur Umsetzung des Programms

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Bundesagentur für Arbeit.

Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Der Zuwendungsgeber entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen.

Für die Beantragung der Prämie gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Schritt

Im Falle 1-4:

Gehen Sie auf die Seite der Agentur für Arbeit. Hier finden Sie alle relevanten Unterlagen für die Beantragung der Ausbildungsprämie.

Homepage der Agentur für Arbeit

 

Im Fall 5 (Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung)

Umgesetzt wird die Förderung von der Knappschaft Bahn See. Die Website mit dem Link zum Antrag, Auskunftsservice und Informationen zum Verfahren ist hier zu erreichen: www.kbs.de/bpa.

2. Schritt

Für die Beantragung der Förderung ist vorab eine Bescheinigung der IHK (zuständigen Stelle) über die Ausbildungsverhältnisse und die Ausbildungsvergütung notwendig. Das Antragsformular finden Sie unter dem angegeben Link im Schritt Nr. 1.

Hinweis:
Sollten Sie weitere Ausbildungsverträge über andere zuständige Stellen eingetragen haben, (z.B. Handwerkskammer, Steuerberaterkammer o.ä.) denken Sie daran, auch hier eine Bescheinigung anzufordern!

Den Prozess der "Bescheinigung der Ausbildungsverhältnisse" haben wir für Sie digital und übersichtlich gestaltet!

Füllen Sie zunächst das Formular vollständig aus und laden es auf dem IHK-Serviceportal hoch. Sobald wir die Bescheinigung ausgestellt haben, finden Sie diese in Ihrem Postfach im IHK-Bildungsportal. Sie erhalten hierzu eine gesonderte Mail.

Upload Formular "Bescheinigung Ausbildungsverhältnisse" im IHK-Serviceportal.

3. Schritt

Reichen Sie die vollständigen Unterlagen, schriftlich oder elektronisch nach den Vorgaben der Arbeitsagentur und unter Verwendung der vorgesehenen Antragsformulare, bei der Agentur für Arbeit ein.

Homepage der Agentur für Arbeit

Ansprechpartner

Meinolf Brinkmöller

Diplom-Kaufmann (FH)

Ausbildungs- und Fachkräfteberater

Schweinfurt

Telefon: 09721 7848-633

E-Mail: meinolf.brinkmoeller@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Bernd Clemens

Technischer Betriebswirt (IHK)

Ausbildungs- und Fachkräfteberater

Schweinfurt

Telefon: 09721 7848-615

E-Mail: bernd.clemens@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Oliver Proske

Bankfachwirt (IHK)

Ausbildungs- und Fachkräfteberater

Schweinfurt

Telefon: 09721 7848-647

E-Mail: oliver.proske@ wuerzburg.ihk.de

Kontaktformular

Annika Riedel

Wirtschaftsfachwirtin (IHK)

Ausbildungs- und Fachkräfteberaterin

Würzburg

Telefon: 0931 4194-366

E-Mail: annika.riedel@ wuerzburg.ihk.de

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Marco Slodczyk

Ausbildungs- und Fachkräfteberater

Würzburg

Telefon: 0931 4194-293

E-Mail: marco.slodczyk@ wuerzburg.ihk.de

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