17.12.2019 - 09:05 Uhr

Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Weichen für Fachkräfteeinwanderungsgesetz sind richtig gestellt

Die bayerische Wirtschaft wird die Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, das am 1. März 2020 in Kraft tritt, mit allen Kräften unterstützen.

Anlässlich des Spitzengesprächs zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften im Kanzleramt betont Eberhard Sasse, Präsident der IHK für München und Oberbayern: „Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Herausforderungen für die bayerische Wirtschaft. Für mehr als die Hälfte unserer Unternehmen ist er ein erhebliches Geschäftsrisiko. Im Zuge des demografischen Wandels stehen dem bayerischen Arbeitsmarkt 2030 über eine Million weniger Fachkräfte zur Verfügung. Wir brauchen deshalb dringend die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte.“

Sasse lobt, dass das neue Gesetz ein beschleunigtes Fachkräfteverfahren vorsieht und die daran beteiligten Institutionen die dafür notwendigen Strukturen derzeit mit Nachdruck aufbauen. Damit werden Anerkennungsverfahren der im Ausland erworbenen Qualifikationen und auch Visaverfahren spürbar beschleunigt. Entscheidend für den Erfolg seien vor allem aber auch gezielte Anwerbestrategien, so der IHK-Präsident. „Hierfür müssen wir mit der Politik Hand in Hand arbeiten. Die Wirtschaft wird sagen, welche Fachkräfte ihr fehlen, die Politik muss vorgeben, in welchen Ländern die Anwerbung erfolgen soll.“

Mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz bekommen Unternehmen die Möglichkeit, ab März 2020 qualifizierte Mitarbeiter auch im Nicht-EU-Ausland anzuwerben. Laut dem IHK-Fachkräftereport fehlten 2018 quer durch alle Branchen 260.000 Fachkräfte in Bayern. Der Wertschöpfungsverlust lag bei 23 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2030 wird der Engpass auf rund 450.000 Personen ansteigen.

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