15.01.2016 - 13:21 Uhr

Gemeinsam integrieren, qualifizieren und beraten

Erster IHK-Sprachkurs für Flüchtlinge gestartet

BU: Max-Martin W. Deinhard (links), stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, und Cornelia Bartmann, Beraterin Anpassungsweiterbildung (rechts), begrüßen gemeinsam mit dem Dozenten Roger Mc Lean (letzte Reihe, 6. von links) die ersten Flüchtlinge, die in der IHK in Würzburg einen Basisdeutschkurs absolvieren. Bild: IHK

Würzburg/Schweinfurt – Politik und Wirtschaft fordern eine rasche Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Laut einer Umfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt unter ihren Mitgliedsbetrieben, sind diese offen für die Ausbildung- und Beschäftigung von Flüchtlingen. Die Positionierung der IHK-Vollversammlung zum Thema Zuwanderung vom Dezember 2015 bestätigt diese Bereitschaft der Unternehmen.

„Offene Ausbildungsstellen in der Region könnten von Flüchtlingen besetzt werden. Jetzt kommt es vor allem darauf an, den Übergang der Menschen in das Berufsleben gut vorzubereiten und ihnen damit eine Perspektive zu bieten.“, erklärt Max-Martin W. Deinhard, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt. Unter den Flüchtlingen seien viele leistungsbereite Menschen. Damit die Integration gelingen kann, bräuchten sie aber Sprachkenntnisse. Außerdem benötigen die mainfränkischen Unternehmen Unterstützung bei der Integration der Flüchtlinge in den Betrieb und bei möglichen Problemen.  

Diese Unterstützung bietet die IHK durch ein umfangreiches Maßnahmenpaket. Seit 22. Dezember 2015 kam hier ein weiterer Baustein zur Qualifizierung von Flüchtlingen hinzu. Die IHK begrüßte die ersten Flüchtlinge, die in der Wirtschaftskammer in Würzburg und in Schweinfurt einen Basisdeutschkurs absolvieren. Mit Unterstützung und durch Förderung der Agentur für Arbeit werden hier in den kommenden Monaten 110 Flüchtlinge 320 Unterrichtseinheiten absolvieren, um sich Grundkenntnisse der deutschen Sprache anzueignen. Die Teilnehmer, die vorwiegend aus Syrien und Eritrea stammen, werden jeden Tag mit einem Bus an ihrer Unterkunft abgeholt und nach Ende des Kurses wieder zurückgebracht.  

Ein zentraler Baustein des IHK-Maßnahmenpakets zur Integration ist die Beratung von Betrieben und ehrenamtlichen Helfern. Diese können sich über eine IHK-Infohotline unter der Telefonnummer (0931) 4194-500 rund um das Thema Beschäftigung von Flüchtlingen informieren. Die IHK Ausbildungs- und Fachkräfteberater unterstützen zudem die Betriebe vor Ort. Informationen finden Interessierte auch auf www.wuerzburg.ihk.de/flüchtlinge.

Ansprechpartnerin:
Isabel Schauz
Tel. 0931 4194-358
E-Mail: isabel.schauz@wuerzburg.ihk.de