11.10.2018 - 08:26 Uhr

Dercks: "Es muss künftig mit spürbar weniger Bürokratie gehen"

Eckpunktepapier zur Einwanderung geht in die richtige Richtung

Dass sich die Bunderegierung auf Eckpunkte eines Fachkräfte-Einwanderungsgesetzes einigen konnte, bewertet Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), positiv.

"Mit der Einigung auf ein Eckpunktepapier geht die Koalition in die richtige Richtung", so Dercks gegenüber der "Passauer Neuen Presse". "Klare und übersichtliche Regeln zur Einwanderung aus Drittstaaten sind für die Unternehmen in Deutschland in Zeiten des Fachkräftemangels wichtig."

Aktuell könnten 1,6 Millionen offene Stellen längerfristig nicht besetzt werden, berichtete der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Allein mit inländischen Kräften wird die deutsche Wirtschaft diese Lücken nicht schließen können."

Nun kommt es laut Dercks im weiteren Verlauf auf die Details an: "Die Unternehmen erhoffen sich insbesondere Erleichterungen bei der Beschäftigung beruflich qualifizierter Zuwanderer, denn gerade da fehlen ihnen die Fachkräfte."

Es müsse künftig mit spürbar weniger Bürokratie gehen, forderte er. "Hierauf sollte die Bundesregierung ihren Fokus legen." Das Zuwanderungsrecht insgesamt müsse transparenter und verständlicher werden, "damit auch kleine Unternehmen gut damit arbeiten können und wissen, woran sie sind".

Dercks: "Der gesamte Ablauf von der Beantragung eines Visums im Ausland bis zur Arbeitsaufnahme im Betrieb braucht zügige und verlässliche Entscheidungen."