Verlängerung der Ausbildungsprämie

Am 17. März 2021 hat das Bundeskabinett beschlossen, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ zu verlängern und auf das Ausbildungsjahr 2021/2022 auszuweiten. In diesem Jahr stehen hierfür 500 Millionen Euro bereit, und für das Jahr 2022 wurden 200 Millionen Euro reserviert.

Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen können diese Unterstützungen- wie bereits praktiziert -  bei den örtlichen Arbeitsagenturen beantragen. Alle Informationen rund um die Antragstellung finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit. Was ändert sich jetzt?

Kernpunkte der am 17.3.2021 beschlossenen Programmverbesserung sind:

  • Antragsberechtigung: Zugang zum Programm erhalten jetzt auch Betriebe mit bis zu 499 Mitarbeitern, zuvor waren es bis 249 Beschäftigte. Bedingung ist nur noch mindestens ein Monat Kurzarbeit im Ausbildungsjahr 2020/21 oder – bezogen auf einen Monat – ein Umsatzrückgang von mindestens 30 %
  • Verdopplung der Prämien: Betriebe mit gleich vielen Auszubildenden wie zuvor erhalten bei Ausbildungsverträgen die nach dem 1.6.2021 beginnen statt 2.000 Euro jetzt 4.000 Euro pro Auszubildendem. Wird die Anzahl erhöht, erhält das Unternehmen sogar 6.000 Euro.
  • Für Auszubildende in einer Verbundausbildung mehrerer Betriebe gibt es jetzt Prämien bis zu 450 Euro/Woche, maximal bis 8.100 Euro.
  • Ausbildung trotz Kurzarbeit: Wer trotz Kurzarbeit weiterhin ausbildet, erhält einen Zuschuss von 75 % der Ausbildungsvergütung, zusätzlich 50 % des Ausbildergehalts.
  • Lockdown-II-Sonderzuschuss: Kleinstunternehmen mit bis zu vier Beschäftigten, die wegen der Corona-Beschlüsse kaum oder gar nicht mehr arbeiten können, erhalten für jeden Auszubildenden einmalig 1.000 Euro.
  • Nachschulung von Auszubildenden: Auszubildende sollen vor der Abschlussprüfung durch zusätzliche Lehrgänge unterstützt und auf die Prüfung vorbereitet werden, um coronabedingte Ausbildungsrückstände aufzuholen.