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Gesichert in die Zukunft schauen

Künstlersozialabgabe

Das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) bietet selbständigen Künstlern und Publizisten sozialen Schutz in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Wie Arbeitnehmer zahlen sie nur die Hälfte der Versicherungsbeiträge, während die andere Beitragshälfte von der Künstlersozialkasse getragen wird. Die für die Finanzierung erforderlichen Mittel werden durch einen Zuschuss des Bundes und eine Künstlersozialabgabe der Unternehmen (in 2016: 5,2 %) finanziert, welche künstlerische und publizistische Leistungen in Anspruch nehmen und verwerten (Verwerter).

Für die Inanspruchnahme künstlerischer oder publizistischer Leistungen muss der Verwerter eine Sozialabgabe begleichen. Unternehmer, die selbständige Künstler oder Publizisten beauftragen, müssen am gesetzlichen Meldeverfahren teilnehmen.

Die Prüfung ob und in welcher Höhe ein Unternehmen an die KSK abgabepflichtig ist führt die Deutsche Rentenversicherung durch. Fehlende oder verspätet eingegangene Meldungen können Bußgelder und Nachzahlungsforderungen mit sich bringen.

Angekündigt ist, dass ab dem Jahr 2015 in der Betriebsprüfung für Arbeitgeber mit mind. 20 Beschäftigten die sich aus KSVG ergebenden Pflichten der AG abgeprüft werden. Dies ergibt sich aus der Neufassung des § 28q SGB IV. Auch kleinere Unternehmen werden nach dem in Art. 1 Abs. 1 Nr. 3 KSAStabG festgelegten Rotationsverfahren geprüft werden.

Wichtig ist daher für Unternehmen, rechtzeitig zu überprüfen, ob die in Anspruch genommenen Leistungen den Voraussetzungen der Abgabepflicht in die KSK unterliegen und entsprechende Entgeltmeldungen (bis 31.03. des Folgejahres) nach § 27 Abs.1 S. 1 KSVG vorzunehmen.

Meldeverfahren

Die Künstlersozialkasse bietet abgabepflichtigen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Meldungen elektronisch durchzuführen. Sie können die vollständige Meldung unter Verwendung einer qualifizierten elektronischen Signatur online verfassen und abschicken. Sie können aber auch die Formulare am PC ausfüllen, ohne Signatur elektronisch versenden und anschließend die unterschriebenen Ausdrucke per Post verschicken. Auch Betriebe, die erstmalig prüfen, ob sie die Abgabe zahlen müssen, können die entsprechenden Formulare online ausfüllen und versenden, ebenso wie abgabepflichtige Betriebe ihre erstmalige Meldung online erstellen und versenden können.

Die Möglichkeit, die Meldungen elektronisch durchzuführen, hat die IHK-Organisation bereits seit Längerem und unabhängig von der grundsätzlich reformbedürftigen Ausgestaltung der Künstlersozialversicherung gefordert, um die mit der Abgabezahlung verknüpften Bürokratielasten für die Betriebe zu reduzieren.

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