Bestellung eines Datenschutzbeauftragten

Datenschutz im Unternehmen

Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, benötigen ab einer bestimmten Größe einen Datenschutzbeauftragten. Wann und wie ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen ist, welche Aufgaben er zu erfüllen hat und welche gesetzlichen Bestimmungen dafür maßgeblich sind, erfahren Sie hier.

© GuidoVrola / Getty Images/iStockphoto

Datenschutz bezweckt, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt wird.

Daher gibt es eine Fülle von Rechtsvorschriften, die Unternehmen bei der Speicherung, Verarbeitung und Nutzung solcher Daten beachten müssen. Im Nachfolgenden finden Sie einige Informationen zu wesentlichen gesetzlichen Regelungen und Erfordernissen.

Europäische Kommission: Vereinigtes Königreich ist ab 30. März 2019 datenschutzrechliches Drittland - Handlungsbedarf für Unternehmen

Die Europäische Kommission hat in einer Mitteilung vom 9. Januar 2018 bestätigt, dass ab dem 30. März 2019 das Vereinigte Königreich aufgrund seines erklärten Austritts aus der Europäischen Union als „Drittland“ im Sinne der dann geltenden EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) zu behandeln ist. Datenschutzrechtlich betrachtet steht das Vereinigte Königreich dann auf einer Stufe mit Ländern wie den USA, China oder Russland, für die kein Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission zum Schutzniveau für personenbezogene Daten existiert.

Die Kommission macht in ihrer Mitteilung auf die Konsequenzen für Unternehmen aufmerksam, sofern diese personenbezogene Daten auch nach dem Stichtag weiterhin an Stellen im Vereinigten Königreich übermitteln möchten. Für die Zulässigkeit solcher Übermittlungen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, die in den Art. 44 ff. DS-GVO näher beschrieben sind. Mangels eines Angemessenheitsbeschlusses der Kommission (Art. 45 DS-GVO) werden für Unternehmen zukünftig vor allem die Standarddatenschutzklauseln (Art. 46 Abs. 2 lit. c) DS-GVO, jetzige EU Standardvertragsklauseln) eine wichtige Rolle spielen. Diese Verträge sind dann mit den datenverarbeitenden Unternehmen im Vereinigten Königreich abzuschließen.

Daneben kommen zukünftig mit der DS-GVO auch weitere Instrumente, wie etwa genehmigte Verhaltensregeln oder genehmigte Zertifizierungsmechanismen als Grundlage für eine Übermittlung in Betracht.

Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union sollten sich also innerhalb des nächsten Jahres rechtzeitig darum kümmern, Datenübermittlungen in das Vereinigte Königreich mittels der beschriebenen Möglichkeiten auf eine rechtssichere Basis zu stellen.

Bestellung eines Datenschutzbeauftragten

Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, benötigen ab einer bestimmten Größe einen Datenschutzbeauftragten.

Zu den Fragen, wann und wie ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen ist, welche Aufgaben er zu erfüllen hat und welche gesetzlichen Bestimmungen dafür maßgeblich sind, gibt Ihnen das hier zum Download angebotene Merkblatt Auskunft!

Datenschutzaufsicht

Regional zuständig für die Einhaltung des Datenschutzes in Unternehmen ist das Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA)

Regierung von Mittelfranken
Promenade 27
91522 Ansbach

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