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11.04.2018 - 15:39 Uhr

Bayerische Unternehmen im Fokus von Cyberattacken

Informationssicherheit und Datenschutz ernst nehmen

Würzburg – Rund 80 Teilnehmer informierten sich am 9. April 2018 in der IHK zu den Themen Datenschutz, Cybersicherheit und Wirtschaftsspionage.

„Die Sicherheit der Datenverarbeitung ist eine der zentralen gesetzlichen Anforderungen“, sagte Andreas Sachs vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Mit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung müssen sich Verantwortliche mit der gesetzlichen Anforderung auseinandersetzen, Daten effektiv vor Angreifern zu schützen und bei Vorfällen umgehend zu reagieren. „Jedes Unternehmen in Bayern ist mittlerweile in realer Gefahr“, erkärte Sachs weiter.  

Florian Seitner, Experte im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz, gab einen Überblick über die aktuelle Bedrohungslage, und informierte darüber, wie Unternehmen potenzielle Gefahrenquellen erkennen und sich effektiv davor schützen können. „Gefährlicher Schadcode ist zum Beispiel über das Darknet leicht zu beziehen“, betonte Seitner. Darüber hinaus sei Wirtschaftsspionage seit jeher ein Schwerpunkt der Ausspähungsaktivitäten ausländischer Nachrichtendienste. Dies schließe im Informationszeitalter gerade auch die Cyberspionage mit ein. Als vertraulicher Ansprechpartner und zentrale staatliche Steuerungs- und Koordinierungsstelle berät das Cyber-Allianz-Zentrum im Bayerischen Landesamt für Verfassungschutz in den Bereichen Cyberspionage und Cybersabotage.  

Einblicke in die Sicherheit von Großindustrieanlagen gab Dr. Andreas Gabriel, Sicherheitsexperte bei MAN. Die verschlüsselte Übermittlung von sensiblen Daten sei  eine der wichtigsten Erfordernisse für Unternehmen. Im Hinblick auf die Umsetzung der DSGVO seien Datenschutzschulungen und Sensibilisierungen der Mitarbeiter im eigenen Unternehmen enorm relevant. „Bewusstsein für datenschutzrechtliche Probleme zu schaffen, ist die Basis für alle weiteren Anpassungen“, so Gabriel.