19.02.2018 - 07:40 Uhr

Neuer IHK-Ausbildungsberuf ab August 2018

Kaufmann/-frau im E-Commerce

Mit dem maßgeschneiderten dualen Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ wird ab August 2018 eine neue, auf digitale Geschäftsmodelle ausgerichtete kaufmännische Qualifikation angeboten, die eine breite Basis für den Fachkräftenachwuchs legt.

Vorgestellt wurde der neue Ausbildungsberuf Mitte Januar beim Branchengespräch in der IHK in Würzburg vor rund 60 Vertretern mainfränkischer Unternehmen, der Agentur für Arbeit, der Regierung von Unterfranken und dem Handelsverband
Deutschland (HDE).

Nahezu alle anwesenden Unternehmen bekräftigten während der Veranstaltung ihr konkretes Interesse, die Ausbildung anzubieten. „Wir sehen große Potenziale in diesem Berufsfeld, der Kaufmann im E-Commerce wird viele Schnittstellen haben und damit auch vielen Unternehmen einen Mehrwert bieten“, so Dr. Lukas Kagerbauer, Bereichsleiter Ausbildung bei der IHK Würzburg-Schweinfurt. Katharina Weinert, Abteilungsleiterin Bildungspolitik und Berufsbildung beim HDE, bestätigte:
„Der Beruf wurde geschaffen, weil der Bedarf da war.“

Das Schaufenster Onlinehandel gewinne nach wie vor an Bedeutung. Aktuelle Zahlen des HDE belegen, dass 51 Prozent der stationären Käufe online vorbereitet werden, wohingegen umgekehrt 19,5 Prozent der Onlinekäufe eine stationäre Information vorausgeht. Die Unternehmen seien daher zusätzlich zum stationären Angebot zunehmend auch mit einem Onlineshop im Netz vertreten, dazu bedürfe es dann auch des Know-hows im E-Commerce.

Kaufleute im E-Commerce wählen unter anderem (Online-)Vertriebskanäle aus und setzen diese ein. Sie analysieren das Nutzerverhalten, kooperieren mit internen und externen Dienstleistern und sind mit den rechtlichen Regelungen vertraut. „Die rechtlichen Regelungen nehmen einen hohen Anteil in der Ausbildung ein, da sie sehr wichtig in der Umsetzung sind, gerade beim Thema Datenschutz und Urheberrechte“, erklärte Weinert. Um den Ausbildungsberuf anbieten zu können, müssten interessierte Betriebe über persönlich und fachlich geeignetes Ausbildungspersonal verfügen.

Wichtig sei, dass alle Mindestinhalte abgebildet werden könnten und die Ausbildungsberechtigung vorliege. Gerne hilft Ihnen Ihr Ausbildungs- und Fachkräfteberater für Ihre Region weiter.

Ansprechpartner der Beruflichen Bildung